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Politthriller

World-Wide-Web: Eine kurze Geschichte des Internets

Es ist aus unserer modernen Welt nicht mehr wegzudenken: Das Internet. Egal ob Schule, Universität oder Beruf - ohne Internet wäre unser Alltag nicht der, der er heute ist. Google, Facebook und Wikipedia retten nicht nur unsere Referate in der Schule oder der Universität. Auch im späteren Berufsleben nutzen wir die Möglichkeiten, die uns diese Seiten bieten, nur allzu gern. Diese Möglichkeiten helfen dabei häufig ein leichteres und schnelleres Leben zu führen. Oft bringt die rasche Vernetzung gepaart mit Anonymität aber auch Nachteile mit sich. Zwischen Mobbing und Identitätsdiebstahl gibt es viele Probleme, für die wir noch keine Lösung gefunden haben. Doch wie kam es überhaupt zu einer Erfindung wie dem Internet? Wir haben hier eine kurze Geschichte des Internets für Dich!

1. Die ARPA

Seinen Anfang findet die Entwicklung des Internets im Kalten Krieg. Die US-amerikanische Regierung hatte Sorge, im Falle eines nuklearen Angriffs jegliche Kommunikationsmöglichkeit zu verlieren. Also musste eine Alternative zum üblichen Telefon her. Unter militärischer Führung wurde die ARPA (Advanced Research Project Agency) gegründet.

Deren Idee war so simpel wie genial: Sie wollten Computer an verschiedenen Standorten zum Kommunizieren nutzen. Diese sollten untereinander so vernetzt sein, dass sie selbst dann noch funktionierten, wenn einer ausfiele. Unter Einbindung verschiedener Universitäten und mehrerer externer Forscher wurde das ARPAnet gegründet - die erste, grobe Form des Internets.

2. Das TCP

Bereits Mitte der 60er Jahre wird das ARPAnet auch für Zivilisten geöffnet, von diesen jedoch kaum genutzt. Die Anschaffung eines Computers ist eine zu diesem Zeitpunkt zu große Investition, die wohl überlegt sein will. Anfang der 70er Jahre gibt es dann aber den nächsten großen Erfolg in der Entwicklung des Internets: Vint Cerf und Bob Kahn entwickeln gemeinsam das TCP (Transmission Control Protocol).

Ziel dieses Protokolls war es, auch andersartige Netzwerke miteinander interagieren lassen zu können. Damit schaffte das Internet den Sprung über den großen Teich, nämlich nach England und Norwegen. Zur selben Zeit wird die erste E-Mail erfolgreich versendet und das @-Zeichen als Adress-Marker festgelegt.

3. Das Internet für Zivilisten

Mit dem Versenden der ersten E-Mail und der möglichen Einbindung von Computern in Europa und Asien schaffte das Internet den Sprung zur Massentauglichkeit. In den 80ern erfolgt schließlich die Umstellung von den alten ARPAnet-Protokollen, auf denen die Funktionsweise des Internets basiert, zu modernen Versionen. Dabei setzt sich auch der Begriff Internet immer mehr als Bezeichnung für das entstehende Netzwerk durch. Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre nimmt das Internet dann allmählich die Form an, die wir heute kennen.

Tim Berners-Lee kreiert zunächst eine neue Auszeichnungssprache, das HTML, auf deren Grundlage noch heute Webseiten entstehen. Er führt auch das HTTP-Protokoll ein, das ein Navigieren über Links ermöglicht. Außerdem zeichnet sich Lee verantwortlich für die Entwicklung der URL, des ersten Webbrowsers und des ersten Webservers.

4. Der große Boom

Mit der Herausgabe des Internet-Browsers Mosaic und der Einführung der Suchmaschinen Lycos, Yahoo und 1998 schließlich Google, erlebt das Internet einen ersten Boom. Zwar wird an der Technik und den Protokollen im Hintergrund nichts geändert, doch PCs und das Internet sind mittlerweile im Alltag angekommen. 1994 etwa übersteigt die Zahl der privaten Nutzer erstmals die Zahl derer, die das Internet für wissenschaftliche Zwecke nutzen.

1997 sind 6 Millionen Rechner weltweit über das Internet miteinander verknüpft und 1999 wird die 1 Millionste de-Domain registriert. Amazon und auch Wikipedia nehmen ihre Arbeit auf und verändern die digitale und reale Welt nachdrücklich. Bis zum großen Börsencrash 2000/2001 nimmt die Zahl der Internetanbieter stetig zu. Nach dem Crash und den daraus folgenden Insolvenzen erlebt das Internet bald eine zweite Hochphase: Das Web 2.0 ist geboren.

5. Das Web 2.0

Der Begriff Web 2.0 bezeichnet das Internet, wie wir es heute kennen. Die Entwicklung beginnt 2003: Erstmals können Nutzer selbst an der Erstellung von Inhalten auf Webseiten teilhaben, etwa durch Foren und sich mit Gleichgesinnten austauschen. Gleichzeitig markiert das Jahr 2003 den Beginn der Ära Zuckerberg. Hier sind allein die User für die zu lesenden Inhalte verantwortlich. Gleiches gilt für den Internetriesen Youtube, der 2005 seine Arbeit aufnimmt.

Die Wahrnehmung und Nutzung des Internets durch seine User ist seit dem Crash 2001 eine fundamental andere. Aus passiven Rezipienten wurden aktive Nutzer, die ihre digitale Welt mitgestalten. Das Internet ist heute das Medium Nummer 1, wenn es um Information und Kommunikation geht. Seinen vielen positiven Punkten werden von Kritikern jedoch auch oft genug negative gegenübergestellt. Nicht zuletzt die Gefahr der Spionage und des gläsernen Menschen stellen Probleme dar, auf die es noch Antworten zu finden gilt.

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