Psychothriller

Wie erkennt man einen Psychopathen?

Psychopathen leben in vielen Fällen vollkommen unauffällig in der Gesellschaft. Dabei muss ein Psychopath nicht unbedingt vom Schlag eines Hannibal Lecters oder Dexters sein. Denn jeder von uns kennt mindestens einen Menschen mit einer psychischen Störung.

Aber wie erkennt man einen Psychopathen?

Was ist der Unterschied zwischen einem Psychopathen und einem Soziopathen?

Die meisten Menschen setzen Psychopathen mit Soziopathen gleich. Allerdings sind dies zwei vollkommen unterschiedliche Typen von Mensch. Und das obwohl diese Vieles gemeinsam haben. Sie respektieren keine Regeln und Gesetze. Alle anderen Menschen sind für beide weniger wert als sie selbst. Selbstbestimmung gilt nur für sie selbst. Sie sind skrupellos, zeigen keine Reue und neigen zu gewalttätigem und manipulativem Verhalten. Es muss aber auch gesagt werden, dass nicht jeder Soziopath und Psychopath straffällig wird.

Im Gegensatz zu Psychopathen haben Soziopathen oftmals normale menschliche Gefühle. Allerdings können sie diese nur schwer beherrschen. Vor allem die negativen Gefühle wie z.B. Wut oder Hass bereiten ihnen Schwierigkeiten. Soziopathen fühlen sich schnell beleidigt und tendieren zu aggressivem und impulsivem Verhalten. Obwohl sich Soziopathen menschliche Beziehungen wünschen, schaffen sie es aufgrund ihrem Verhalten nicht, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Soziopathen leben deshalb oft am Rande der Gesellschaft, sind häufig arbeitslos und ohne Partner. Fast alle von Soziopathen begangenen Verbrechen sind spontan entschieden und ungeplant. Dabei kann der Impuls, der das Verbrechen auslöst, etwas vollkommen Harmloses sein – eine unbedachte Bemerkung oder ein schlechter Witz reichen manchmal schon aus, um einen Soziopathen zu einem Verbrechen zu bewegen.

Psychopathen sind häufig fast das komplette Gegenteil. Sie sind charmant, unauffällig und haben keinerlei Probleme, sich in die Gesellschaft einzugliedern. Ihnen gelingt es, durch Manipulation und Täuschung eine Bindung zu anderen Menschen aufzubauen, obwohl sie in Wirklichkeit keinerlei Gefühle für diese haben. Psychopathen führen oftmals ein komplett normales Leben mit einem festen Job, einer Familie und Kindern. Ihnen fällt es vergleichsweise leicht, Karriere zu machen. Viele Psychopathen befinden sich sogar in Führungspositionen. Wenn Psychopathen Verbrechen begehen, dann sind diese gut und im Voraus geplant. Sie gehen dabei kühl und systematisch vor und versuchen aktiv, ihre Spuren zu beseitigen. Für Familienmitglieder und Bekannte sind Verbrechen von Psychopathen oft unbegreiflich, da diese zuvor noch nie auffällig geworden sind.

Typische Merkmale von Psychopathen

Es gibt einige Merkmale, welche typisch sind für Psychopathen. Die folgende Liste ist jedoch kein absoluter Beweis. Eher ist sie ein Indiz dafür, ob eventuell eine Psychopathie vorliegen könnte. Denn manche Psychopathen erfüllen so gut wie keines der unten genannten Anzeichen, während einige fast alle erfüllen. Falls Du jemanden kennst, auf den einige oder alle unten genannten Punkte zutreffen, dann solltest Du eventuell Vorsicht walten lassen.

Um Dich selbst testen zu können, haben wir hier einen Psychotest mit 18 Fragen für Dich: 

1.       Bist du Arrogant? Psychopathen neigen dazu, ihre eigenen Fähigkeiten deutlich zu überschätzen. Sie sind oft arrogant und eingebildet und halten sich selbst für die Krönung der Schöpfung.

2.       Bist Du süchtig nach Adrenalin? Psychopathen sind ständig geplagt von Langeweile und suchen deshalb ständige Adrenalinkicks und Aufregung. Risiken und Folgen sind ihnen egal. Häufige Jobwechsel und Umzüge können die Folge sein.

3.       Bist Du so charmant wie Romeo? Viele geschickte Komplimente, die einem wirklich schmeicheln können und scheinbar aus dem Nichts kommen. Psychopathen kommen dadurch leichter an bessere Positionen und können andere Leute besser für sich gewinnen.

4.       Du hast weder Reue noch Scham? Für ihre Opfer haben Psychopathen nur Unverständnis und Verachtung übrig. Ihre Taten bereuen sie nicht und durch ihr fehlendes Schamgefühl tun sie Dinge, die sich die meisten Menschen nicht trauen würden.

5.       Bist Du ein zwanghafter Lügner? Psychopathen können oftmals nicht anders, als zu lügen – und das in jeder erdenklichen Situation. Sei es bei einem Date mit dem Partner oder bei der Antwort auf eine harmlose Frage.

6.       Manipulierst Du gerne Menschen? Ohne Rücksicht auf Verluste suchen Psychopathen nach einem Weg, die Menschen in ihrer Umgebung zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Die Folgen für ihre Mitmenschen sind ihnen herzlich egal.

7.       Fehlt Dir Empathie? Psychopathen lassen die Leiden eines anderen Menschen vollkommen kalt. Nicht selten ergötzen sie sich auch an den Qualen ihrer Opfer.

8.       Schnorrst Du gerne? Psychopathen lieben es, andere finanziell auszunutzen. Sie machen sich aber auch gerne finanziell abhängig von anderen und tun anschließend alles, um ihren parasitären Lebensstil aufrecht zu erhalten.

9.       Leidest Du unter Emotionslosigkeit? Die Freude ist komplett gespielt und das Lächeln aufgesetzt. Psychopathen sind nicht in der Lage, echte Gefühle zu empfinden. Stattdessen versuchen Sie, diese zu simulieren.

10.   Hast Du einen erhöhten Sexualtrieb? Ständig wechselnde Partner und häufige Affären sind für einen Psychopathen normal. In einigen Fällen können diese nur sexuelle Befriedigung finden, wenn sie andere Menschen zu sexuellen Handlungen zwingen.

11.   Warst Du als Kind schon 'anders'? Viele Psychopathen werden bereits als Kind auffällig. Sie quälen gerne Tiere und andere Kinder, sie zündeln gerne und sind gewalttätig. Besonders vor dem 13. Lebensjahr sollte man auf solche Anzeichen achten.

12.   Kannst Du Dich nur schwer kontrollieren? Manche Psychopathen haben Schwierigkeiten, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten und neigen zu Wut- und Gewaltausbrüchen.

13.   Hast Du keinen Plan für Dein Leben? Psychopathen haben oft keine längerfristigen Ziele. Sie planen nur für die nähere Zukunft und haben keinen wirklichen Plan im Leben.

14.   Fällt es Dir schwer, Abmachungen einzuhalten? Psychopathen haben Probleme damit, Termine einzuhalten. Rechnungen werden in vielen Fällen nur widerwillig bezahlt und Verträge gerne mal ignoriert.

15.   Bist Du impulsiv? Bei ihren Handlungen denken Psychopathen nicht an die Folgen. Spontan aufkommendes Verlangen können sie nicht unterdrücken.

16.   Bist Du unfähig, Beziehungen aufzubauen? Langzeitbeziehungen sind ihnen zuwider und sie misstrauen jedem. Psychopathen haben Probleme dabei, längerfristige Beziehungen aufzubauen.

17.   Liebst Du die Verantwortungslosigkeit? Psychopathen versuchen immer die Schuld auf andere Leute zu schieben. Verantwortung können sie nur schwierig oder gar nicht übernehmen.

18.   Bist Du gerne kriminell? Ihre Laufbahn beginnen viele Psychopathen bereits im Jugendalter. Das Verhalten zieht sich dann bis in das hohe Alter hinein. Bewährungsauflagen werden oft ignoriert und in den Gefängnissen machen andere Häftlinge einen großen Bogen um sie herum. Kein Wunder, da die Straftaten von Psychopathen meistens zu den schwersten ihrer Art gehören wie z.B. Mord, Vergewaltigung und Pädophilie.

Falls mehr als fünf Fragen oder sogar fast alle auf Dich zutreffen, solltest Du vielleicht einen Psychotherapeuten aufsuchen. Denn Psychopathie ist durchaus behandelbar.

Andere psychische Störungen

Psychopathie tritt meistens noch gemeinsam mit anderen psychischen Störungen auf. Narzissmus, Schizophrenie, Pädophilie und Paranoia können dazugehören. 

Als Narzissmus bezeichnet man eine krankhafte Liebe zu sich selbst. Dabei muss man heutzutage zwischen dem normalen Narzissmus und einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung unterscheiden. Wer gerne seinen eigenen Beiträgen auf Facebook Likes gibt oder es liebt, im Rampenlicht zu stehen, ist wahrscheinlich nur ein normaler Narzisst. Wer jedoch alles tut, um andere zu beeindrucken und dabei weder die Folgen für sich noch für andere bedenkt und auch sonst kein Einfühlungsvermögen besitzt, der leidet wahrscheinlich an einer narzisstischen Störung. Diese Menschen missbrauchen auch gerne ihre Mitmenschen emotional um sich selber aufzuspielen und können mit jeglicher Kritik absolut nicht umgehen.

Schizophrenie ist ein Oberbegriff für mehrere psychologische Erkrankungen. Betroffene klagen häufig über Wahnvorstellungen und Halluzinationen. Oft werden auch Stimmen gehört oder es tauchen plötzlich Gedanken auf, die einem scheinbar nicht selbst gehören. Betroffene beschreiben dies oft so, als ob mehrere Personen in ihrem Kopf leben würden. Sprachprobleme können genauso auftauchen und unbehandelt enden diese Arten psychischer Störungen in etwa 5% der Fälle im Suizid.

Bei der Pädophilie verspüren die Betroffenen eine besondere Zuneigung zu Kindern vor ihrer Pubertät. Auch wenn in den Medien meistens von männlichen Pädophilen die Rede ist, kommt Pädophilie natürlich auch bei Frauen vor. Pädophile vergehen sich meistens nicht sofort an Kindern, sondern versuchen, sich mit Material aus dem Internet zu befriedigen. Nicht selten basteln sie sich dabei aus harmlosen Bildern ihre eigene Fantasie zusammen. Pädophile verheimlichen nach Möglichkeit ihre sexuellen Neigungen, da diese gesellschaftlich geächtet und juristisch strafbar sind.

Menschen mit Paranoia leiden unter Wahnvorstellungen und einer verzerrten Wahrnehmung ihrer Umgebung. Oftmals sind die Betroffenen davon überzeugt, dass eine Verschwörung gegen sie im Gange sei. Harmlose Ereignisse sind für sie der Beweis, dass die CIA hinter ihnen her ist oder Al-Qaida versucht, sie zu entführen. Generell sind paranoide Menschen misstrauisch und verhalten sich gegenüber anderen Menschen sehr aggressiv.

In der Literatur werden Psychopathie und andere psychischen Störungen gerne verwendet, um die Charaktere interessanter zu gestalten. Auch die Filmwelt hat bereits vor langer Zeit die Psychopathie als Motiv für beste Thriller entdeckt.

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Tagsüber ein renommierter Chirurg und nachts ein Psychopath, wie er im Buche steht. Während er tagsüber komplizierte Operationen am menschlichen Auge vornimmt, entführt er nachts junge Frauen. Bevor er sie vergewaltigt, schneidet er ihnen die Augenlider ab, damit die Opfer die Tat mit ansehen müssen. Sämtliche seiner Opfer begehen kurz darauf Selbstmord und die Polizei tappt bei der Suche nach dem Täter völlig im Dunkeln.

Aus Mangel an Möglichkeiten bittet die Polizei schließlich die blinde Psychotherapeutin Alina Gregoriev um Hilfe. Da sie inzwischen als Expertin im Fall gilt, soll sie versuchen, das nächste Opfer des Psychopathen vorauszusagen. Widerwillig stimmt sie zu und wird schnell in eine Welt des Wahnsinns und der Gewalt gerissen.

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Der Schriftsteller Andreas Zordan schreibt einen Bestseller nach dem anderen. Seine Fans können gar nicht genug bekommen von seinen Büchern. In seinen Thrillern beschreibt er die Taten bis ins kleinste Detail. Auch er selbst kann nicht aufhören, in seinen Gedanken Menschen auf grausamste Art und Weise umzubringen. Kein Wunder, schließlich hält er sich selber für einen Psychopathen. Für ihn ist das Schreiben der einzige Weg, seine Fantasien unter Kontrolle zu halten. Auch deshalb lebt er sehr abgeschieden in einer Hütte mitten in einem Wald. Er meidet jeglichen Kontakt zu anderen Menschen und hat auch nicht besonders viele Freunde.

Eines Tages findet er in seinem Garten die Leiche einer jungen Frau. Die Leiche ist sehr übel zugerichtet und es ist offensichtlich, dass die Dame das Opfer eines Gewaltverbrechens wurde. Allerdings meldet Andreas den Fund nicht der Polizei. Für ihn ist diese Leiche eine Herausforderung von einem Unbekannten und er lässt sich auf ein Duell mit dem Psychopathen ein. Bald jedoch muss er erkennen, dass seine Mordlust geradezu lächerlich erscheint im Vergleich mit der Grausamkeit des unbekannten Psychopathen. Andreas wird vom Duellant zum Opfer und befindet sich von nun an im Kampf ums Überleben gegen einen unsichtbaren Gegner. Ein unerbittliches Duell ohne Rücksicht auf Verluste beginnt.

Frank Kodiak schafft es, mit einem interessanten Konzept und viel Einfallsreichtum eine nervenaufreibende Geschichte zu erzählen, die dem Leser bis zur letzten Seite den Atem raubt.

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Der Hauptcharakter in diesem Thriller ist nicht etwa ein gestählter Soldat, ein erfahrener Polizist oder eine mutige Reporterin. Stattdessen ist sie gerade einmal zehn Jahre alt.

In den USA machen ein Serienkiller und sein Helfer den Westen des Landes unsicher. Wahllos ermorden sie Menschen, um ihnen so genannte „Killing Lessons“ zu erteilen. In den verschneiten Bergen von Colorado ermorden sie ihr inzwischen siebtes Opfer. Allerdings werden sie dieses Mal beobachtet. Ein zehn Jahre altes Mädchen hat alles gesehen und kann zunächst entkommen. Zuflucht findet sie in der Hütte eines alternden Schriftstellers. Schnell wird ihnen klar, dass das psychopathische Duo nach ihr sucht. Und beide wissen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis die zwei die Hütte finden.

Ihre einzige Hoffnung ist die Polizei, welche nur wenig Zeit hat die Täter aufzuspüren und zu verhaften, bevor diese ihr Werk vollenden können.

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Für Detective Clemson Yao ist dieser Fall kein gewöhnlicher. In San Francisco findet die Polizei die Leiche eines Mannes, der in zwei Stücke gerissen wurde. Schnell wird Yao klar, dass er es hier mit einem Serienkiller zu tun hat. Im Laufe der Ermittlungen findet er heraus, dass alle Opfer eines gemeinsam haben: Sie hatten in der Vergangenheit alle eine bestimmte Person gedemütigt. Und jetzt arbeitet der Psychopath systematisch die Liste ab. Das an sich wäre kein sonderlich aufsehenerregender Fall. Jedoch gibt der Täter Detective Yao einen guten Grund, sich mit den Ermittlungen zu beeilen. Denn er ist in den Besitz einer hochgiftigen Substanz gelangt und droht nun, diese in seinem Feldzug einzusetzen. Und das ohne auf Kollateralschäden zu achten. Für Yao beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, bei der es um eine Vielzahl von Menschenleben geht.

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