Psychothriller

Was ist Demenz? Symptome, Krankheitsbild & Prävention

Sicherlich kennst Du diese Alltagssituationen, in denen Du mal etwas vergisst: Wo habe ich meinen Schlüssel hingelegt und warum suche ich ihn eigentlich in der Küche? Wo habe ich mein Auto geparkt? Oder der Klassiker: Wo ist meine Brille? Und dann sitzt sie auf dem Kopf und Du kannst darüber lachen, dass Du so ein Schussel bist.

Doch was ist, wenn das Gehirn auf einmal immer mehr Lücken aufweist und Dir einfach zu oft etwas „auf der Zunge liegt“? Im folgenden Text stellen wir Dir 7 Tipps für ein nachhaltiges Hirnleistungstraining vor, dass sowohl Dein semantisches sowie Dein episodisches Gedächtnis auf Hochtouren bringt und gezielt einer Demenz entgegenwirkt, die im hohen Alter vielen Menschen zu schaffen macht. Du fragst Dich, was all diese Fremdbegriffe zu bedeuten haben? All das und noch mehr erfährst Du in den folgenden Zeilen.

Was ist der Unterschied zwischen dem episodischen und dem semantischen Gedächtnis?

Das Gehirn ist eindrucksvoll und sozusagen der spontanste Teil am menschlichen Körper. Du lernst vieles in Deinem Leben dazu und Dein Denken verändert sich in einem stetigen Prozess – gemessen an Deinen Erfahrungen und Deinem Umfeld, in dem Du Dich bewegst. So bist Du als Jugendlicher vielleicht ein ganz anderer Mensch als zehn Jahre später. Konntest Du Dir beispielsweise vor fünf Jahren noch nicht einmal vorstellen, irgendwann einmal Deine Sachen zu packen und von zu Hause auszuziehen, ist dieser Drang nach dem erfolgreichen Schulabschluss oftmals sehr präsent. Auf einmal willst Du die Welt sehen oder ein Studium passt genau zu Deinen Interessen und schon bist Du weg und öffnest Dich für neue Eindrücke, Menschen, Situationen und Ansichten. Und das Gehirn spielt bei alldem liebend gerne mit und freut sich schon auf all das Neue und Interessante, dass Dein Gedächtnis später zu erzählen hat.

Das semantische Gedächtnis beinhaltet unser sogenanntes Weltwissen und Fakten, die allgemein bekannt und selbstverständlich für uns sind. Die Hauptstadt von Deutschland? Das ist Berlin, ist doch ganz klar. Doch wie viel wir letztendlich wissen, hängt von uns selbst ab, denn Allgemeinwissen sammeln wir unser ganzes Leben lang. Und je mehr Du dazulernst, desto mehr wird Dir auch bewusst, wo Deine Interessen und Stärken liegen. In der Zeitung gibst Du den Sportteil immer weiter, versinkst aber in außenpolitischen Themen und willst immer mehr darüber wissen? Und das hättest Du früher nicht gedacht, dass Du Dich für diese Sachverhalte begeistern kannst? Na siehst Du!

Das episodische Gedächtnis dagegen enthält unsere ganz eigene Gedankenwelt, gekoppelt an unseren persönlichen Erfahrungen. Hast Du schlechte Erfahrungen in der Liebe gemacht, weil Du betrogen wurdest? Dann wird sich das sicherlich auf Deine zukünftigen Beziehungen auswirken und Du wirst Dich zwar fortan (hoffentlich) der Liebe nicht vollkommen verschließen, aber durchaus vorsichtiger sein und mehr Zeit benötigen, um Vertrauen zu fassen. Denn Dein episodisches Gedächtnis ist nicht dumm, es lernt aus Dingen, die Dich verletzt haben und versucht, Dich davor zu bewahren. Außerdem finden sich im episodischen Gedächtnis auch die Erinnerungen an markante Ereignisse wieder, die sich im öffentlichen Leben abgespielt haben. So kann beispielsweise jeder von uns benennen, wer gerade Bundeskanzlerin ist oder in welchen Jahren Deutschland Weltmeister geworden ist. Und das obwohl die meisten von uns Angela Merkel nicht persönlich kennen und auch nicht bei allen betreffenden Weltmeisterschaften anwesend waren.

Die typischen Demenz Symptome

Ein Szenario, auf das sich jeder vorbereitet, aber keiner so richtig wahrhaben will: Wir alle werden irgendwann einmal alt und damit auch der Körper und das Gehirn immer langsamer und beides reif für den Ruhestand. Das muss nichts Schlechtes sein, denn bist Du erst einmal in Rente, hast Du für viele Dinge Zeit, die Dir zwischen dem Arbeitsalltag und all den anderen Verpflichtungen im Leben bisher verwehrt geblieben sind.

Wenn im Alter aber immer öfter die Erinnerungen an Situationen oder Personen entgleiten und das Vergessen den Alltag bestimmt, ist man ein Teil von knapp einer Million Deutschen, die eine Demenz haben. Wörter purzeln einfach aus dem Kopf, Gedanken werden zu Seemannsknoten und einfache alltägliche Aufgaben auf einmal zu großen Hürden. Und das ist auch schon das wichtigste Symptom einer Demenz: die schwindende Leistungsfähigkeit des Gehirns. Diese kann sich in viele Bereiche des Lebens einmischen und noch weitere dementielle Symptome nach sich ziehen:

Altes im Kopf zu behalten wird schwer, Neues aufzunehmen dagegen immer noch schwerer. Stell Dir vor, Du bist verwirrt, Deine Gedanken fliegen scheinbar lose und ohne einen sinnbildenden Zusammenhang in Deinem Gehirn umher und die Planung einer bestimmten Sache oder einen Zusammenhang in bestehenden Situationen zu erkennen, wird fast ein Ding der Unmöglichkeit. So kannst Du zum Beispiel auf einmal Deine Schleife an den Schuhen nicht mehr binden, weil Du Dich nicht mehr daran erinnern kannst, wie das funktioniert. Oder Du weißt nicht mehr, was der Sinn einer Zahnbürste ist.

Die Symptome der Demenz wirken sich auch auf das Verhalten der Patienten aus. Kennst Du einen betroffenen Patienten oder eine betroffene Patientin wird es Dir sicher nicht neu sein, dass diese oft sehr teilnahmslos sind.

Wie wirkt sich eine Demenz auf das semantische Gedächtnis und das episodische Gedächtnis aus?

Beim Alzheimer, der häufigsten Erkrankungsform der Demenz, ist besonders das Gedächtnis betroffen und dem damit einhergehenden Verlust der Denkfähigkeit. Das spiegelt sich oftmals in einer Veränderung der Persönlichkeit wieder, was wiederum eine erhebliche Einschränkung des episodischen Gedächtnisses nach sich zieht. Viele wertvolle Erinnerungen des Betroffenen gehen dadurch verloren. Alzheimer-Patienten erkennen dann ihre eigenen Verwandten oder Freunde nicht mehr und können sich an viele Ereignisse nicht mehr erinnern oder vertauschen sie mit anderen Erlebnissen. Ein häufig genanntes Beispiel: Auf einmal erkennt Opa seine Enkeltochter nicht mehr oder benennt sie mit dem Namen seiner Tochter, weil er sich in die Vergangenheit zurückerinnert fühlt, in der er noch selbst Vater war.

Neben dem episodischen Gedächtnis ist aber auch das semantische Gedächtnis beeinträchtigt. Bei einer semantischen Demenz bereitet den Senioren besonders das Sprechen Probleme. Dies spiegelt sich darin wider, dass sie viele Dinge nicht mehr einheitlich benennen und sich nicht mehr treffend ausdrücken können.

Du solltest Dein Gehirn mit regelmäßigem Hirnleistungstraining pflegen, denn das erhöht die Wahrscheinlichkeit um einiges, dass es bis ins hohe Alter gesund und funktionstüchtig bleibt. Dachte der Mensch vor einhundert Jahren noch, dass Gehirnfunktionen unveränderbar sind und Nervenzellen weder neu gebildet noch nachwachsen können, glaubt man heute an die Erfolge eines Hirnleistungstrainings für das episodische und semantische Gedächtnis. Natürlich können eine Demenz und seine Symptome auch auftreten, wenn Du unser folgendes Hirnleistungstraining befolgst, aber trotzdem hat sich das Gehirnjogging in den letzten Jahren immer mehr bewährt und in der Behandlung von Demenz-Patienten einen festen Platz eingenommen.

Demenz-Prävention: Hirnleistungstraining für ein besseres Gedächtnis

Wie im vorherigen Absatz schon angedeutet, ist es wichtig, sich mit einem Hirnleistungstraining für die schwachen Zeiten des semantischen und des episodischen Gedächtnisses bereit zu machen. Dafür reichen schon ein paar kleine Übungen aus und besonders in jungen Jahren kannst Du einiges tun, um Dein Gehirn für das Alter fit zu machen. Dabei ist nicht einmal ein großer Aufwand nötig, denn schon kleine Dinge, die fast von allein in den Alltag einfließen, können ein hervorragendes Hirnleistungstraining sein. Im Folgenden stellen wir Dir ein paar einfache Tricks vor:

  1. Handschreiben
    Du sitzt gerade vor Deinem Laptop, Tablet, Handy oder einem sonstigen technischen Gerät und liest Dir diesen Artikel durch, den wir augenscheinlich nicht per Hand geschrieben, sondern getippt haben. Dabei sollten wir ersteres viel häufiger tun, denn Handschreiben aktiviert die Gehirnregionen, die sich auf die Lernfähigkeit konzentrieren. Wenn Du also das nächste Mal aus dem Urlaub Grüße verschicken willst, dann tu das doch mit einer handgeschriebenen Postkarte statt einem standardisierten WhatsApp-Gruß. Nicht nur Deine Mitmenschen werden es Dir danken, sondern auch Dein Gehirn!

  2. Rechenaufgaben
    Schlechte Nachrichten für alle Mathematik-Muffel. Rechnen hilft gegen den Verfall der Gehirntätigkeit und beugt somit auch der Demenz vor. Starte am besten mit einer 1-Minuten-Herausforderung, in der Du versuchst, in der einen Minute so viele Rechenaufgaben wie möglich zu lösen. Du wirst sehen – es wird jeden Tag ein Erfolgserlebnis mehr. Als kleine Denkaufgabe und Spielerei am Morgen gibt es beispielsweise auch Apps wie den „Mathe-Wecker“. Hier kannst Du zwischen mehreren Schwierigkeitsstufen wählen und einstellen, wie viele Aufgaben Du lösen willst, bis der Wecker sich ausschaltet. Am Anfang vielleicht etwas nervig und gewöhnungsbedürftig, aber durchaus einen Versuch wert.

  3. Sudoku
    Der Klassiker unter den Hirnleistungstrainings ist ganz klar Sudoku. Das aus den Vereinigten Staaten stammende und später in Japan benannte Sudoku trainiert die Gehirnzellen und trägt dazu bei, Probleme leichter lösen zu können. Mittlerweile ist es als Hirnleistungstraining weit verbreitet: Vielleicht hast Du selbst schon ein kleines Trainingsbüchlein zu Hause rumliegen? Wenn nicht, dann findest Du Sudokus in so ziemlich allen Zeitungen und Zeitschriften und auch online und per App.

  4. Zehen bewegen
    Aufwachen, sich im Bett strecken und dabei die Zehen bewegen. Zuerst alle gleichzeitig und dann nur die große Zehe – diese Prozedur einfach drei Minuten vor dem Aufstehen jeden Tag wiederholen und schon verbesserst Du Deine Aufmerksamkeit, startest fitter in den Tag und wirst gegenüber Deiner Umgebung wachsamer.

  5. Eine neue Sprache lernen
    Etwas Neues lernen geht immer, egal in welchem Alter. Also wie wäre es damit, mal wieder eine neue Sprache zu erlernen – denn die nächste Reise kommt ja bestimmt? Damit bildest Du Dich nicht nur weiter, sondern aktivierst auch Deine Gehirnrinde, die für das Verstehen, Verarbeiten und Äußern von Worten zuständig ist. Dadurch vergrößert sich der zum großen Teil an der Gehirnbildung verantwortliche Hippocampus und verbessert so die Gedächtnis- und Lernfähigkeit, die besonders wichtig im Kampf gegen Alzheimer ist.

  6. Laufen
    Spazieren gehen ist besonders für ältere Menschen eine gute Möglichkeit, um klare Gedanken zu fassen und das Haus und die gewohnte Umgebung einmal zu verlassen. Es verbessert die kognitive Leistungsfähigkeit und trainiert neben der Aufmerksamkeit zudem das verbale Gedächtnis. Läufst Du nur 20 Minuten täglich in normaler Schrittgeschwindigkeit, hast Du ein fitteres und besser durchblutetes Gehirn. Außerdem wird es beim Laufen an der frischen Luft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, damit das Gewebe, die Nerven und Neuronen bis ins hohe Alter hinaus gut erhalten bleiben.

  7. Viel lesen
    Lesen bringt so einige Vorteile mit sich: Es verbessert die Gehirnleistung, entwickelt das kognitive Denken, mindert Stress und Alltagshektik, fördert die Kreativität und erleichtert das Denken im Allgemeinen, was zu einer höheren Effektivität und Aktivität führt. Dabei ist es auch egal, auf welche Art von Genres Du stehst. Es muss also nicht zwingend die komplizierte wissenschaftliche Ausführung über das episodische Gedächtnis oder das semantische Gedächtnis sein oder ein Lehrbuch über die Demenz und seine Symptome. Auch eine seichte Urlaubslektüre reicht aus, um Dein Gehirn zu trainieren. Denn beim Lesen fokussierst Du Dich auf eine Sache und das gefällt Deinem Gedächtnis besonders gut. Also rein in die Welt der Bücher und raus aus dem Alltag!

Du stehst nicht so sehr auf seichte Urlaubslektüren, Liebesgeschichten, Sachbücher oder hast zwischendurch einfach mal Lust auf etwas Spannung im Alltagstrott mit einem Thriller? Oder stehst Du eher auf Regiokrimis? Dann haben wir hier 11 der besten Krimis aus Bayern für Dich gesammelt. Wenn Dich dagegen das Thema Gedächtnisverlust interessiert, dann kommt hier der ultimative Buchtipp für Dich:

Der Trakt von Arno Strobel

Sybille Aurich ist 34 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und ihrem Kind in Regensburg. Eines Nachts macht sie sich auf den Weg durch den nächtlichen Park und wird überfallen – an all das kann sie sich noch in vollster Klarheit erinnern, als sie fast unversehrt im Krankenhaus aufwacht. Doch etwas ist anders: Sybille kann sich zwar an alles erinnern, doch die Welt sich nicht an sie. Ihrem Mann ist sie unbekannt, ihr eigenes Hochzeitsfoto zeigt nicht ihr eigenes Gesicht und niemand kennt ihren Sohn Lukas. Ist er einem Verbrechen zum Opfer gefallen und entführt worden? Oder hat er etwa niemals existiert? Wem kann sie in diesem ganzen Konstrukt überhaupt noch trauen? Das klingt sehr spannend? Ist es auch – also schnell klicken und mehr darüber erfahren!

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