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Teenagerterror? So erkennst Du, ob Dein Kind in der Pubertät ist

Der Sohn trotzt, die Tochter zickt! Der Alltag besteht aus Lügen, Geheimnissen und Streit in der Familie. Ein erstes Anzeichen für das Eintreten der Pubertät? Mädchen und Jungen erreichen heutzutage immer früher die Geschlechtsreife. Bei vielen Mädchen setzt sie schon zwischen dem neunten und elften Lebensjahr ein, bei Jungen beginnt sie meist zwei Jahre später. Aber ab wann spricht man eigentlich von Pubertät und wie können Eltern diese erkennen?

Körperliche Veränderungen

Die äußerlichen Veränderungen sind für Eltern besonders schnell zu erkennen. Die Pubertät wird oftmals von einem Wachstumsschub eingeläutet. Aber nicht nur die Körpergröße verändert sich. Bei Mädchen beginnen die Brüste zu wachsen und die erste Menstruation tritt ein. Jungen kommen durch das Wachstum des Kehlkopfs in den Stimmbruch. Scham-, Achselhaare und bei Jungen auch die Barthaare beginnen zu sprießen, die Haut ist unrein und fettig und die Schweißdrüsen entwickeln sich.

Erwachen der Sexualität

Durch die körperlichen Veränderungen erwacht auch die Sexualität des Teenagers. Er beginnt sich für das andere Geschlecht zu interessieren, hat vielleicht schon seinen ersten Freund oder die erste Freundin. Mädchen beginnen sich zu schminken und zu stylen. Der Wunsch nach Nähe und Zärtlichkeit wächst, die plötzlich erwachte Sexualität irritiert die Jugendlichen. Obwohl es den meisten Teenagern oft peinlich ist, sollten die Eltern mit ihren Kindern vertrauensvoll über die Veränderungen des Körpers und das Erwachen der Sexualität sprechen.

Psychische Veränderungen

Die psychischen Veränderungen bereiten den meisten Eltern die größten Schwierigkeiten, denn die eigenen Kinder verhalten sich plötzlich in der Pubertät ganz anders als zuvor. Bei Mädchen neigen die einen dazu schnell zickig und bockig zu werden, andere ziehen sich eher zurück und wollen alleine sein. Väter und Töchter haben zu diesem Zeitpunkt kaum noch Gemeinsamkeiten. Aber auch Jungs werden stiller, es kann aber auch zu Wut- und Trotzanfällen kommen. Dabei weiß man als Eltern nie, woher der plötzliche Stimmungswandel kommt. Probleme in der Klasse, Streit mit Freunden, Liebeskummer, Sorgen um das eigene Aussehen und viele andere Dinge werden nun zum Thema für den Teenager.

Soziale Probleme

Durch die Verhaltensänderungen kommt es oft zu Streit in der Familie. Teenager bauen eine Art Distanz zu ihren Eltern auf, sind nicht mehr so mitteilungsbedürftig, lügen und haben Geheimnisse. Familienstreits sind also vorprogrammiert. Auf dem Weg vom Kind zum Teenager beginnen die Jugendlichen vieles mit sich selbst oder ihren Freunden auszumachen statt mit den Eltern. Kommunikationsmittel wie Computer und Handy rücken immer mehr in den Mittelpunkt. Aber auch Partys und Drogen wie Alkohol und Zigaretten können das Interesse des Jugendlichen wecken und zu Streit in der Familie führen. Da die Pubertät als Zeit des Zweifelns und der Unsicherheit angesehen wird, sollten Eltern ihren Kindern helfend zur Seite stehen, sich aber nicht aufdrängen. So können Lügen und Geheimnisse, sowie Familienstreitigkeiten vermieden werden.