Regiokrimi

Regiokrimi gesucht? Lass Dich von unseren 10 (Geheim-)Tipps inspirieren!

Im Bereich der Kriminalromane gibt es fast nichts schöneres, als ein guter Regionalkrimi, der uns Leser nicht nur mit einer spannenden Geschichte unterhält. Denn neben den üblichen bis unüblichen Ermittlungen und einzigartigen Charakteren, erfreuen wir uns vor allem an den Einblicken in Regionen und Städte, die uns bislang noch nicht bekannt waren. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Regiokrimis in Deutschland stehen beispielsweise die Alpenkrimis aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich. Ein guter Regiokrimi ist deswegen nicht nur ein exzellentes Lesevergnügen, sondern gleichzeitig ein exklusiver Kurzurlaub in die schönsten Gegenden eines Landes. Deswegen haben wir Dir unsere 5 Tipps für die besten Regiokrimis zusammengestellt. Lass Dich jetzt hier inspirieren!

1. Hessen: Mordsmäßig schmalzig - Gert Anhalt

Gert Anahlt’s Regiokrimi Mordsmäßig schmalzig entführt uns in schöne Hessen, genauer gesagt nach Frankenberg. Was für die einen nach Idylle klingt, könnte für Top-Kommissar Frank Casparis nicht schlimmer sein. Der ehemalige BKA-Ermittler wurde aus der Großstadt strafversetzt - und das ausgerechnet nach ‘Hessisch-Sibirien’, wie er es selbst nennt. Anstatt großer Haie, muss er sich jetzt mit kleinen Fischen zufrieden geben und darf den Wald- und Wiesenpolizist spielen. Noch bevor Caspari seinen neuen Schreibtisch fertig eingeräumt und die Abneigung seiner Kollegen so richtig zu spüren bekommen hat, geschieht allerdings das Unmögliche: Ein Mord! In Frankenberg! Mit Hilfe seiner teils widerspenstigen und teils eher naiven Kollegen macht sich Caspari daran, den Fall zu untersuchen. Denn der Tote ist kein Unbekannter, sondern niemand geringeres als der ehemalige Teenieschwarm und Schlagersänger Henry Winkler! Eine Tragödie, die allerhand Fingerspitzengefühl und Sachkenntniss der örtlichen sozialen Verstrickungen bedarf. Dass Caspari mit seinem Großstadt-Charme da von einem Fettnäpfchen zum nächsten stolpert, steht außer Frage. Bis die Ermittlungen auf einmal Fahrt aufnehmen und Caspari sich sogar selbst Gefahr begibt.

2. Niedersachsen: Krumme Dinger - Kai-Eric Fitzner

In ‘Krumme Dinger’ von Kai-Eric Fitzner folgen wir Hauke, der in Oldenburg als Journalist tätig ist. Eine Tätigkeit, die ihn schon auch mal hinter die Kulissen des einen oder anderen Vorgangs in seiner Heimatstadt blicken lässt. Ein Vorteil, der sich spätestens dann bezahlt macht, als auf einmal eine riesige Shopping-Mall in Oldenburg gebaut werden soll - und das sogar entgegen aller Proteste aus der Bevölkerung! Hauke recherchiert, denn er wittert da etwas großes und stößt bald schon auf Beweise, dass es dabei um mehr als Stadtaufwertung und Tourismus geht. Es ist Geld im Spiel, eine Menge Geld, und die ein oder anderen Erpressung. Und während Hauke noch recherchiert, gelangen seine gesammelten Informationen auf einmal an die Öffentlichkeit. Und Hauke ist plötzlich mittendrin, bis über beide Ohren, möchte man meinen. Als es dann auch noch zu einem vermeintlichen Unfall auf der Baustelle der Mall kommt, beschließt Hauke, seinem alten Schulfreund Ole einen Besuch abzustatten. Der arbeitet nämlich mittlerweile bei der örtlichen Polizei und erklärt sich selbstverständlich bereit, Hauke zu helfen. Was folgt sind die Ermittlungsarbeiten eines wahren Dreamteams, die auch vor der einen oder anderen alternativen Ermittlungsmethode nicht zurückschrecken.

3. Finnland: Die letzten Meter bis zum Friedhof - Antti Tuomainen

In ‘Die letzten Meter bis zum Friedhof’ erzählt Antti Tuomainen, auf typisch schwarz-humoristisch finnische Weise, die Geschichte von Jaako. Mit seinen 37 Jahren führt er ziemlich erfolgreich ein kleines Unternehmen, dessen Hauptgeschäft der Handel mit Matsutake-Pilzen ist. Ein lukratives Geschäft, denn der Pilz ist in Japan überaus beliebt und wird dort zu Höchstpreisen gehandelt! Keine Frage also, dass Jaako fit sein muss und sich eine Grippe gerade wirklich nicht leisten kann. Als er deswegen schließlich zum Arzt geht, teilt dieser ihm jedoch mit, dass er keineswegs nur an einer Grippe leide. Der Lage sei ernster, viel ernster. Tatsächlich hat Jaako nur noch wenig Zeit, um auf der Erde zu wandeln und Pilze nach Japan zu verschicken. Und als ob das nicht genug wäre, erklärt ihm sein Arzt auch noch, dass seine missliche Lage von außen herbeigeführt wurde. Jemand hat ihn systematisch über einen längere Zeitraum hin vergiftet! Neuigkeiten, die Jaako erstmal verdauen muss. Aber weil das noch nicht genug ist und ein Unglück selten allein kommt, muss Jaako beim frühzeitigen Nachhause kommen auch noch erfahren, dass seine Frau ihn mit dem jungen Firmenangestellten Petri betrügt. Jaako beschließt, all diese Ungerechtigkeit nicht auf sich sitzen zu lassen und den Mord an sich selber aufzuklären. Wer könnte einen Grund haben, ihn umzubringen? Ist es etwa seine Frau, die lieber Petri an ihrer Seite haben möchte? Oder geht es ums Geschäft? Denn die einstige Monopolstellung von Jaako’s Firma im Pilzgeschäft ist seit kurzem dahin. Ein anderes Unternehmen hat den Markt für sich entdeckt und macht Jaako harte Konkurrenz. Jaako hat also noch so einiges zu tun, bevor das Gift ihn ins Grab bringt!

Du möchtest noch mehr Buchtipps und spannende Regiokrimis? Dann lies Dir unsere Liste jetzt bis zu Ende durch!

4. München: Kühn hat zu tun - Jan Weiler

In seinem Regiokrimi ‘Kühn hat zu tun’ beschreibt Jan Weiler treffend und dennoch mit der ihm üblichen wohl dosierten Ironie die Midlife-Crisis eines absolut korrekten und gesetzestreuen Beamten, dessen Leben auf einmal irgendwie nicht mehr so verläuft, wie sonst. Denn immer mehr beschleicht Martin Kühn das Gefühl, dass er von weniger eine Ahnung hat, als er immer dachte. Das Leben als unerklärliches Mysterium, in dem sein Sohn keine zwei Worte mit ihm wechseln will, die Verdächtigen aber beinahe gestehen, wenn sie ihn nur sehen. Und wieso wünschen sich eigentlich alle Frauen ein Pferd? Und darf er sich nach all den Jahren des Daseins als treusorgender Ehemann und Vater eigentlich manchmal vorstellen, wie es wäre, mit der rothaarigen Nachbarin auf ein Date zu gehen? Kühn’s Kopf scheint ständig zu vollgestopft zu sein und lassen die alltäglichen Dinge für ihn plötzlich zum Problem werden. All diese Fragen und Sorgen müssen jedoch zurücktreten, als eines Tages die Leiche eines alten Mannes gefunden wird. Und das nicht irgendwo, sondern direkt hinter Kühns eigenem Garten! Dass Kühn sich davon persönlich herausgefordert fühlt, ist keine Frage. Und so beginnen für ihn und sein Team geschäftige Zeiten. Denn der Mann wurde ungewöhnlich brutal niedergestochen. Für Kühn wird Ermittlungsarbeit in diesem Fall zu einem wahren Drahtseilakt, denn er muss in seinem direkten privaten Umfeld ermitteln. Ein Job, der nicht gerade leicht ist und die ein oder andere Unstimmigkeit bei seinen Nachbarn aufkommen lässt. Kann Kühn den Mörder finden?

5. Cornwall: Post für den Mörder - Thomas Chatwin

In Post für den Mörder nimmt uns Chatwin mit in ein kleines, idyllisches Städtchen an der Mündung des Fowey Rivers. Es ist ein angenehmer Spätsommertag und Daphne Penrose ist wie immer auf ihrer üblichen Runde durch den Ort. Denn sie arbeitet als örtliche Postbotin der Royal Mail. Auf ihrer Runde muss sie jedoch feststellen, dass die Fenster des alten Fischerhauses, jetzt das Zuhause der schottischen Malerin Mrs. McKallan, bereits den zweiten Tag in Folge offen stehen. Daphne will das nicht unerforscht lassen und stellt fest, dass von der Malerin jede Spur fehlt. Dafür würde das Haus jedoch scheinbar von einem Experten vollkommen verwüstet. Zur gleichen Zeit findet Daphne’s Mann in der Nähe der Fähre eine Leiche im Wasser: Die des Reeders Edward Hammett. Und als ob das noch nicht genug wäre, tauchen kurze Zeit später auch noch zwei weitere Leichen auf! Daphne und ihrem Mann ist klar: Der zuständige örtliche Chief Inspector ist mit dem Fall vollkommen überfordert. Und so beginnen die beiden, heimlich selbst zu ermitteln, mit zuweilen recht ungewöhnlichen Methoden.

6. Schwäbisch-Hall: Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich - Tatjana Kruse

Tipp Nummer 6 auf unserer Liste der besten Regiokrimis ist Tatjana Kruse’s Krimi Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich. Hier nimmt sie uns mit nach Schwäbisch-Hall, in die Heimat von Kommissar Siegfried Seifferheld. Der leidenschaftliche Polizist wurde bei seinem letzten Einsatz schwer verletzt. So schwer, dass er schließlich in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wurde! Das ganze klingt zwar verführerisch, heißt aber leider auch, dass er nun den ganzen Tag seinen Weiberhaushalt daheim hautnah erlebt. Und dazu zählen neben seiner Tochter eben auch seine herrische Schwester und deren Tochter. Um dem zuweilen etwas turbulenten Leben zu entgehen, schreibt er Polizeiberichte für die lokale Zeitung - und häkelt außerdem Kissen. Das allerdings macht er lieber heimlich, denn wirklich männlich ist das schließlich nicht. Doch zwischen Familie und Hobby geht immer wieder mal der Spürsinn mit ihm durch, erst recht, als wiederholt alleinstehende Männer plötzlich tot aufgefunden werden. Und weil ihm seine ehemaligen Kollegen nicht wirklich glauben, als er von seinen Vermutungen erzählt, nimmt er die Ermittlungen einfach selbst in die Hand.

7. Hessen: Die Frau im blauen Kostüm - Helga Beyersdörfer

Unser nächster Regiokrimi-Tipp verschlägt uns noch einmal nach Hessen und ist für alle, die nach einem Kriminalroman der besonderen Art suchen. Denn mit eigenwilligen Kommissaren, blutigen Szenen und rasanten Verfolgungsjagden hat Helga Beyersdörfers’ Regiokrimi Die Frau im blauen Kostüm ganz sicher nichts am Hut. Vielmehr erzählt die Autorin hier pointiert und mit feiner Stimme, dass wahrscheinlich jeder zu einem Mörder werden kann. So zum Beispiel auch Doris Klee, die über Jahre hinweg als Haushälterin für die Familie Borsig tätig war. Als Henning Borsig schließlich schwer erkrankte, blieb sie bei ihm und kümmerte sich auopferungsvoll um ihn - nicht zuletzt, weil dieser ihr den Löwenanteil seines Vermögens zugesichert hat, sobald er tot ist. Doch dann ändert Borsig heimlich sein Testament - und Doris soll leer ausgehen! Nach Jahren der schlechten und unfairen Behandlung, ist das definitiv ein Tropfen zuviel im Fass der Zumutung für Doris. Sie beschließt, dass sie ihren Teil des Vermögens haben soll, und zwar um jeden Preis. Während sie ihr Ziel akribisch und skrupellos verfolgt, übersieht sie jedoch, dass sie im Kampf um das Geld eine Gegenspielerin hat, die ein mindestens genauso großes Interesse am hinterbliebenen Vermögen hat.

8. Ostfriesland: Krabbenbrot und Seemannstod - Christiane Franke & Cornelia Kuhnert

Unser nächster Tipp nimmt Dich mit in den hohen Norden Deutschlands, nämlich nach Ostfriesland. Hier ist das Leben noch gemütlich und zurückgezogen - zumindest, solange es keinen Mord gibt. In Christina Frankes und Cornelia Kuhnert’s Regiokrimi Krabbenbrot und Seemannstod passiert jedoch genau das. Denn im Hafen von Neuharlingersiel liegt der Chef der örtlichen Krabbenfabrik tot darnieder. Nach kurzen, wie manche finden zu kurzen, Ermittlungen wird ein Schuldiger gefunden: Hauke Matthiesen. Der soll den Mord aus Neid begangen. Hauke streitet dies jedoch vehement ab und findet bei seinen Freunden Gehör. Denn Dorfpolizist Rudi, Postbote Henner und Lehrerin Rosa können sich Hauke beim besten Willen nicht als Mörder vorstellen. Für sie steht fest: Die Kripo in Wittmund hat eindeutig den falschen Mann am Wickel! Doch die Behörde und ihre Ermittler will davon nichts wissen. Und deswegen ist für das Trio klar, dass sie sich selbst einmal umhören müssen - mit den ihnen eigenen Ermittlungsmethoden.

Hast Du schon Deinen nächsten Regionalkrimi gefunden? Wenn nicht, haben wir noch zwei Kriminalromane und unseren Topkrimi Tipp für Dich! Lies Dir unsere Liste einfach bis zu Ende durch.

9. Schwarzwald: Schmälzle und die Kräuter des Todes - Linda Graze

Linda Graze nimmt uns in ihrem Regionalkrimi Schmälzle und die Kräuter des Todes mit in eine der beliebtesten Regionen Deutschlands - den Schwarzwald. Denn hier ermittelt seit neuestem der erste Badener Kommissar mit haitianischen Wurzeln: Kommissar Justin Schmälzle. Kaum hat der seinen neuen Posten bezogen und sich zum Dienst gemeldet, da geschehen unglaubliche Dinge in Bad Wildbad. War das größte Verbrechen bisher, den Inhalt des alten Blumentopfes in die Enz zu kippen, kommt es jetzt gleich doppelt schlimm für die Anwohner. Ein Mann wird tot aufgefunden, bedeckt mit Küchenkräutern. Und weil das Befragen der doch recht eigenbrödlerischen Bewohner nicht schon schwierig genug ist, verschwindet ein paar Tage später auch noch eine Frau - und zwar in Begleitung des psychisch kranken Wolfram. Bad Wildbad ist in Aufruhr, der Dorffunk, angeführt von Tratsch und Klatsch, will nicht stillstehen. Erst recht nicht, als auf der Hauptstraße ein florierender Handel mit sogenannten Lufterfrischern, bestehend aus kleinen Tütchen mit Kräutern, aufgenommen wird. Schmälzle hat alle Hände voll zu tun.

10. Starnberger See: Hendlmord - Ida Ding

Unsere Nummer 10 auf der Liste der besten Regionalkrimis ist Ida Ding’s Hendlmord. Mit Ida geht es an den idyllischen Starnberger See, denn hier lebt Muck Halbritter, seines Zeichens Schäfer und - ja genau. Schäfer. Nicht Kommissar, das ist seine Frau! Trotzdem findet er sich auf einmal mitten in einem Mordfall wieder, denn der eigentlich allseits beliebte Hendlmann wurde kaltblütig erstochen, mit seinen eigenen Grillspießen. Ob es wohl an dem ganzen Zeug liegt, das angeblich in den aus tschechien importierten Hühnern sein soll, wundert sich Muck? Der Schäfer und Ermittler wider Willen macht sich so seine Gedanken über die Hendl und den Mord. Nicht zuletzt, weil die Seniorengruppe, die er regelmäßig zum einkaufen in den Ort fährt, so einiges zu wissen scheint über die dunklen Seiten von Pöckingen. Das vertrauen sie jedoch nicht der Polizei, sondern lieber dem Muck an. Den kennt man schließlich im Ort und bei einem Schäfer ist eine jede Information gut aufgehoben. Ob Muck mit seinem ‘Insiderwissen’ seiner Frau bei den Ermittlungen helfen kann?

Regiokrimi Tipp: Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer - Pierre Martin

Pierre Martin nimmt uns in seinen Regionalkrimis immer wieder mit an die schönsten Plätze Frankreichs. So auch diesmal in seinem Kriminalroman Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer. Hier sehen wir die erfolgreiche Kommissarin Isabelle Bonnet am Ende ihrer Kräfte. Denn nachdem ihre Ehe in die Brüche gegangen ist und sie einen desaströsen Bombenanschlag nur gerade so überlebt hat, will sie neu anfangen. Sowohl mit ihrem Leben, als auch mit ihrer Karriere. Ruhiger soll es werden, zumindest, bis sie sich vollständig erholt hat. Und so bewirbt sich die Frau Kommissarin beinahe spontan auf einen freigewordenen Posten in ihrem Geburtsort Fragolin, der im Hinterland der Côte d’Azur liegt. Die versprochene Ruhe, die sie sich von diesem Posten erhofft hatte, ist jedoch bald schon wieder vorbei. Denn es wird eine Vermisstenanzeige aufgegeben: Ein reicher Engländer ist spurlos aus seiner Villa verschwunden. Und dann taucht auch noch eine Frauenleiche am Strand von Saint-Tropez auf. Isabelle Bonnet hat alle Hände voll zu tun, doch ihr Ruf als ausgezeichnete Ermittlerin nützt ihr hier wenig. Ein Neuanfang im wahrsten Sinne.

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