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Katastrophen weltweit: Die 7 schlimmsten (Natur-) Katastrophen der Welt

Es sind die Katastrophen, die uns daran erinnern, was wirklich wichtig ist auf dieser Welt und in unserem Leben. Manche von ihnen sind von uns Menschen verschuldet, andere führen uns die Kräfte der Natur, denen wir in jedem Fall hilflos ausgeliefert sind, mit voller Wucht vor Augen. Seien es Ozeane, die mit Tsunamis ganze Inselgruppen verschwinden lassen oder wir Menschen, deren kurzsichtiges Handeln Katastrophen verursacht.

Wir haben die 7 schlimmsten Katastrophen der letzten Jahre zusammengestellt:

1. Tsunami im Dezember 2004

Am 26. Dezember 2004 ereignete sich im Südosten Asiens ein Tiefsee-Erdbeben, dessen Ausläufer verheerende Auswirkungen auf alle Länder haben sollte, die am Indischen Ozean liegen. Über den Auslöser dieses Bebens sind sich Experten auch heute, fast 14 Jahre später, immer noch nicht sicher. Die naheliegendste Vermutung sind jedoch Verwerfungen und ein kurz zuvor ausgelöstes Seebeben zwischen Australien und der Arktis. Denn vom Südosten Asiens bis hinunter nach Australien trifft die Indisch-Australische Erdplatte in einer 1.000 km langen Linie auf die Eurasische Platte. Und schiebt sich jedes Jahr Zentimeter für Zentimeter unter die Eurasische Platte. Dabei kommt es zu Spannungen, die sich in Seebeben äußern können.

Das Beben im Dezember 2004 jedoch war mit einer Stärke von 9,1 nicht nur das drittstärkste jemals aufgezeichnete Beben weltweit. Es führte auch zu einer bis dahin nie dagewesenen Naturkatastrophe, die insgesamt über 230.000 Menschen das Leben kosten sollte. Denn dem Beben folgten mehrere meterhohe Flutwellen, die in manchen Gebieten bis zu sechs mal auf die jeweiligen Küstenorte trafen und so für Verwüstung und Chaos sorgten. Besonders schwer traf es dabei Sri Lanka und Indien, die die volle Wucht des durch das Beben entstandenen Tsunamis zu spüren bekamen. Die Auswirkungen wie Obdachlosigkeit, ökologische Folgeschäden oder sogar wirtschaftliche Einbußen durch ausbleibenden Tourismus sorgen in besonders schwer getroffenen Regionen noch heute für Probleme. Besonders tragisch am Tsunami von 2004 ist, dass die Bevölkerung hätte gewarnt werden können. Denn nur wenige Minuten nach dem Erdbeben lief im Tsunami Frühwarnzentrum in Hawaii eine Warnung ein, das Erdbeben war bis hierhin spürbar gewesen für die feinen Messinstrumente. Die zuständigen Forscher versuchten umgehend, die Warnung weiter zu leiten. Doch weil es in den betreffenden Ländern weder Ansprechpartner noch Notfallpläne für die Bevölkerung gab, verlief das Wissen um die nahende Katastrophe im Sand.

2. Ölpest im Golf von Mexiko 2010

Die Ölpest im Golf von Mexiko zählt zu den größten von Menschenhand verursachten Katastrophen, deren Auswirkungen auf die Natur teilweise bis heute sicht- und spürbar sind. Am 20. April 2010 kam es auf der Ölbohrplattform Deepwater Horizon zu einer Explosion, bei der elf Angestellte starben. Die Explosion und der anschließende Großbrand waren so schwerwiegend, dass die Plattform zwei Tage nach der Explosion im Meer versank. Ursache für die Explosion war das aus einem Bohrloch austretende Erdgas. Die späteren Ermittlungen offenbarten, dass BP, Eigentümer der Bohrinsel, entgegen dem Rat von Experten eine kostengünstigere Variante des Abdichtungsmittels benutzte, das vor ausströmendem Erdgas schützen sollte.

Aufgrund der zunächst zwei Tage lang brennenden Bohrinsel und dem späteren Sinken der Ölplattform wurde das schnelle Verschließen des offenen Bohrloches, aus dem Erdöl und Erdgas ins offene Meer strömten, zu einem immer größeren Problem. Es dauerte beinahe zwei Monate, bis zum 16. Juli 2010 genauer gesagt, bevor es möglich war das Loch zu verschließen. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 800 Millionen Liter Erdöl in den Golf von Mexiko geströmt. Besonders schwerwiegend waren die Folgen für die Flora und Fauna und die Küstengebiete zwischen Mexiko und Florida.

3. Erdbeben in Neuseeland 2011

Erdbeben gehören zu den am schwersten vorhersehbaren Naturphänomenen überhaupt. Zwar gibt es Institute und Forschungseinrichtungen, die täglich Sensoren und Messgeräte auslesen. Doch auf Katastrophen wie Erdbeben kann sich die Menschheit noch lange nicht wirklich vorbereiten. Weltweit bebt pro Jahr die Erde im Schnitt 1200 mal. Das macht 1200 Erdbeben ab einer Magnitude von 5, die unter anderem für leichte Schäden an modernen Häusern sorgen können und die Einrichtungsgegenstände in Häusern und Wohnungen sichtbar in Bewegung versetzen. Das Erdbeben, das am 22. Februar 2011 die Stadt Christchurch auf der Südinsel Neuseelands erschütterte, hatte eine Magnitude von 6,3 auf der Richterskala. Es ließ eine nahezu verwüstete Stadt zurück, mit eingestürzten Häusern, aufgerissenen Straßen und eine überflutete Küste, denn das Erdbeben löste einen Tsunami mit bis zu fünf Meter hohen Wellen aus.

Obwohl das Beben nur als ein Nachbeben des im September stattgefundenen Darfield-Erdbebens gehandelt wird, waren dessen Auswirkungen dennoch um ein Vielfaches schlimmer. Denn das Epi- und das Hypozentrum des Bebens befanden sich beide in unmittelbarer Nähe der Stadt Christchurch. Zwischen dem eigentlich Erdbeben und dem ersten Nachbeben vergingen lediglich zwei Minuten. 185 Menschen wurden bei diesem Erdbeben, das als das schwerste in Neuseeland bisher gilt, getötet. Weitere 5900 Menschen wurden mit mittelschweren bis schweren Verletzungen in Krankenhäuser eingeliefert.

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4. Nuklearkatastrophe von Fukushima 2011

Die Nuklearkatastrophe von Fukushima in Japan gilt als die schlimmste Katastrophe ihrer Art seit Tschernobyl 1968. Ursache für den nuklearen GAU auf japanischem Boden waren dabei gleich mehrere natur- und menschengemachte Auslöser, die ihren Anfang mit dem Tohoku-Erdbeben am 11. März 2011 nehmen. Mit einer Magnitude von 9 im Epizentrum und 7 an der Erdoberfläche, ist dieses Erdbeben das stärkste, das Japan seit Beginn der Aufzeichnungen je erlebt hat. Zu den unmittelbaren Folgen dieses Erdbebens zählen nicht nur die genauso vernichtenden Nachbeben, sondern auch der ausgelöste Tsunami, der die Pazifikküste Japans auf einer Länge von ca. 100 km etwa 20 Minuten nach dem Hauptbeben erfasste.

Die bis zu 15 Meter hohen Wellen überspülten eine 500km² große Fläche der Pazifikküste Japans und trafen unter anderem auch auf das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Hier hatte es bereits im Vorfeld Anzeichen gegeben, dass Bau- und Konstruktionsmängel vorliegen, die verwendeten Reaktortypen möglicherweise nicht sicher waren und wichtige Wartungsarbeiten ausgelassen wurden. Die Kombination aus Erdbeben und Tsunami ließen eben diese Mängel schließlich deutlich zu Tage treten. Obwohl sich die Reaktoren bei Beginn des Erdbebens ordnungsgemäß abschalteten, wurde beim Auftreffen der Tsunamiwelle wichtige Kühl- und Notstromaggregate zerstört. Die vorhandenen Damm- und Schutzmauern waren nämlich nur für Wellen bis zu einer Höhe von fünf Metern ausgelegt. Durch den Ausfall der Aggregate war die nötige Kühlung der Reaktoren nicht mehr gewährleistet, es kam zur Überhitzung und schließlich zur Kernschmelze in den Reaktoren 1 bis 3.

Aufgrund der durch Erdbeben und Tsunami lahmgelegten Infrastruktur verzögerten sich die Rettungsarbeiten der nächsten Tage immer wieder. Hilfstransporte erreichten das Kraftwerk erst Stunden nach dem Ausfall der Kühlaggregate. Noch am Abend des 11. März wurde für Japan der atomare Notfall ausgerufen. Bis heute warten 10.000 Menschen in Notunterkünften, die damals in aller Eile evakuiert worden waren, auf weitere Anweisungen zu ihrer Umsiedlung.

Wie es mit dem Kernkraftwerk und der verstrahlten Region um Fukushima weitergehen soll, ist bis dato noch nicht geklärt.

5. Malaysia Airlines Flüge 370 und 17 2014

Das Jahr 2014 war für Malaysia Airlines und die Luftfahrt im Allgemeinen kein gutes. Denn mit den Malaysia Airlines Flügen 370 und 17 gibt es gleich zwei Flüge, um die sich noch immer ungeklärte Fragen ranken. Flug 370 war am 08. März 2014 auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking, als es um 1:21 Ortszeit aus der Luftüberwachung des Flughafens Subang verschwand. Gingen die Ermittler zunächst davon aus, dass das Flugzeug in den Golf von Thailand gestürzt ist, ergab sich nach einigen Tagen ein völlig anderes, zunehmend verstörendes Bild. Offenbar hatte die Boing 777 ihren Kurs gewechselt und war damit zwar aus der Luftkontrolle verschwunden; sie sendete aber bis zu sieben Stunden nach ihrem Verschwinden noch Signale an einzelne Satelliten. Der Absturzort wird mittlerweile westlich von Australien vermutet, jedoch konnte selbst die teuerste Suchaktion seit Beginn der Luftfahrt darüber keine Klarheit bringen. Bis heute gilt das Flugzeug mitsamt seinen 239 Passagieren und Besatzung als vermisst.

Das war für Malaysia Airlines der bis dahin schwerste Verlust eines bemannten Düsenjets, bis am 17. Juli der Malaysia Airlines Flug 17 über der Ukraine abgeschossen wurde. Alle 298 Passagiere, darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder, kamen bei dem Treffer der Maschine ums Leben. Auslöser für das Unglück war laut offiziellen Berichten der Abschuss einer Flugabwehrrakete, die von Separatisten in der Nähe des ukrainischen Dorfes Perwomaiskij abgefeuert wurde. Da diese Art von Raketen darauf programmiert sind, in der Nähe von fliegenden Hindernissen zu explodieren, geschah genau das, als sie sich Flug MA 17 näherte. Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission gibt an, dass durch die Explosion und über 80 metallene Kleinteile, die das Cockpit durchlöcherten, das Flugzeug noch in der Luft auseinanderbrach. Alle Passagieren verloren nach wenigen Sekunden aufgrund des rapiden Druckabfalls das Bewusstsein und waren beim Aufschlag der Maschine auf den Boden bewusstlos.

6. Erdbeben in Mittelitalien 2016

Es scheint, dass die Erde mit Beginn des neuen Jahrtausend nicht still stehen will. Denn nach Neuseeland und Japan wird auch Italien von einem Erdbeben heimgesucht, dessen Auswirkungen noch heute sicht- und spürbar sind. Denn das Erdbeben, das am 24. August 2016 Teile Mittelitaliens heimsucht, ist tatsächlich erst der Anfang einer ganzen Erdbebenserie, die Italien fest im Griff hat und immer noch anhält. Der erste schwere Stoß zeigte eine Magnitude von 6 auf der Richterskala und traf die Gemeinden Accumoli, Amatrice und Arquata del Toronto mit voller Stärke. Es kam zu schweren Zerstörungen einzelner Städte, insgesamt verloren 298 Menschen ihr Leben.

In den folgenden Monaten ereigneten sich weitere mittelschwere bis schwere Erdbeben, die jedoch keine weiteren Todesopfer zur Folge hatten. Die Erdbebenserie, die bis Ende 2016 andauerte und selbst heute noch teilweise leichte Nachbeben nach sich zieht, zählt aufgrund seiner Länge als die schlimmste, die Italien je erlebt hat. Offizielle Stellen melden insgesamt 49.000 Nachbeben seit dem ersten schweren Beben, davon hatten allein neun eine Stärke von 5 auf der Richterskala. Italien ist das am stärksten von Erdbeben betroffenen Land Europas, was vor allem an den unzähligen mittelalterlichen Bergdörfern liegt, deren Bausubstanz für heutige Naturkatastrophen wie Erdbeben einfach nicht ausgelegt ist. Das führt im Falle des 5000-Einwohner-Städtchens Norcia jetzt sogar zum drohenden Exodus. Nach dem schweren Beben im Oktober 2016 wurde der Stadtkern komplett abgeriegelt, ein Großteil der Einwohner hat ihr Haus oder ihre Wohnung verloren und wohnt entweder bei Verwandten oder ist in eine andere Stadt gezogen.

7. Vulkanausbruch auf Hawaii 2018

Seit Anfang Mai 2018 erlebt das Natur- und Surferparadies Hawaii eine zwar bekannte, aber dennoch nie da gewesene Naturkatastrophe. Denn die Inselgruppe, die rund 4.000 km südwestlich der US-Amerikanischen Küste im Pazifik liegt, lebt im ständigen Schatten einer der aktivsten Vulkane weltweit. Kilauea heißt der Vulkan auf der Hauptinsel der Inselgruppe, die Einwohner auch liebevoll Big Island nennen, und der will sich seit mehreren Wochen nicht beruhigen. Der Vulkan ist einer von insgesamt fünf Vulkanen, aus denen sich die Hauptinsel Big Island zusammensetzt und der die Entstehung der Inselgruppe im Pazifischen Ozean überhaupt erst möglich machte. Die Menschen auf Hawaii sind es gewohnt, neben einem aktiven Vulkan zu leben, immerhin ist Kilauea seit 1983 dauerhaft aktiv.

Dennoch ist der aktuelle Ausbruch so gewaltig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Meterhohe Lavamassen schieben sich über die Insel und werden langsam aber sicher zu einem Problem für die ansonsten gemütlichen Hawaiianer. Denn die glühende Lava überrollt nicht nur Bäume, sondern mittlerweile auch Häuser und Straßen. Dazu zählen unter anderem ein Highway, der vielen Anwohnern als einziger Fluchtweg diente und das Geothermalwerk Hawaiis, das die Einwohner der Insel mit Strom versorgt. Obwohl die Einwohner Hawaiis sehr gut wissen, wann es Zeit ist zu fliehen, wurde dennoch ein Einwohner von einem Gesteinsbrocken am Bein getroffen, der ihm das Schienbein zertrümmerte. 1.700 Häuser wurden zwangsgeräumt, während sich weitere 10.000 Einwohner freiwillig in die jeweiligen Evakuierungszonen begeben haben.

Frank Schätzing schrieb seinen Bestseller "Der Schwarm" einige Jahre vor dem ersten großen Tsunami 2004 und vor allen anderen Umwelt- und Naturkatastrophen, die derzeit unseren Planeten im Griff haben. Dennoch hat Schätzing für seinen Thriller eine solch fundierte Recherche betrieben, dass sich sein Roman an vielen Stellen mehr wie eine Prophezeiung als ein fiktives Werk liest. Denn in Der Schwarm geschieht genau das, was Umweltaktivisten befürchten. Die Natur schlägt zurück – und das nicht etwa auf einmal und unbemerkt. Es geschehen eine ganze Menge unerklärlicher Dinge, Fischer die verschwinden, Wale, die sich untypisch verhalten und Mikroorganismen, die Meeresböden bevölkern. Was das alles miteinander zu tun hat? Das Muster zu erkennen, die Warnung zu verstehen, das können nur die wenigsten. Und zu diesen zählen der norwegische Biologe Sigur Johanson, der Walforscher Leon Anawak und die britische Journalistin Karen Weaver.

Zusammen kommen sie einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur, die die Welt an den Rande des Abgrunds gebracht hat.

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