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Kriminalroman

Für die Kenner: Die besten Bücher von Don Winslow

Er gilt als einer der besten Thriller-Autoren der Gegenwart und ist ein Star am US-amerikanischen Krimihimmel: die Rede ist von Don Winslow. Mit Romanen wie „Tage der Toten“, „Corruption“ oder „Das Kartell“ – um nur ein paar der Don Winslow Bücher zu nennen – hat er großartige Krimis veröffentlicht, die sogar Koryphäen wie Stephen King beeindrucken.

Sein Ideenpool

Doch woher nimmt der Autor seine Ideen und sein Geschick derart gute Krimis zu schreiben? Der 1953 in New York geborene Don Winslow hat hier einen entscheidenden Vorteil: er nimmt seine Erfahrungen aus erster Hand! Um seinen Lebensunterhalt nach dem Studium bestreiten zu können, hat der Autor jahrelang als Privatdetektiv und Sicherheitsberater gearbeitet. Besonders in seiner Zeit als Privatdetektiv begegneten ihm immer wieder Verbrechen und Fälle rund um die Themen Brandstiftung, Betrug, Mord und Kindesmissbrauch.

Hinzu kam, dass er während seiner Observationen Klassiker wie Raymond Chandler, Dashiell Hammet und Elmore Leonard las, die seine Fantasie anregten. Und auch seine Großmutter war nicht ganz unschuldig für Don Winslows Interesse an den dunklen Machenschaften der Gesellschaft: Ende der 1960er Jahre arbeitete diese in New Orleans für den berühmten Mafiaboss Carlos Marcello.

Der Beginn seines Erfolgskurses

Seinen ersten großen Erfolg konnte der Krimiautor schließlich 1997 mit dem Roman „Die Auferstehung des Bobby Z“ verzeichnen. Ab diesem Zeitpunkt waren seine Antennen auf Erfolg ausgerichtet und Don Winslow wurde zum Prädikat für gute Krimis.

Bereits zwei Jahre nach seinem ersten Roman gewann er für „Die Sprache des Feuers“ den rennomierten Schamus Award. Dieser US-Literaturpreis für Kriminalliteratur wird seit 1982 jährlich von den Private Eye Writer of America verliehen. Geehrt werden allerdings nur Romane, deren Hauptperson ein Privatdetektiv oder ein privater Ermittler ist.

In die oberste Liga der US-amerikanischen Krimiautoren stieg der Amerikaner schließlich mit seinem Roman „Zeit des Zorns“ auf und der Tatsache, dass Regielegende Oliver Stone diesen Roman 2012 unter dem Titel „Savages“ verfilmte.

Tage der Toten

Als weiteres, wenn nicht sogar absolutes Meisterwerk, kann Don Winslow Tage der Toten krönen. Für diesen Krimi, der vom Drogenkrieg in Mexiko handelt, hat der Autor sechs Jahre intensiv recherchiert. Doch die Mühe hat sich gelohnt: nicht nur dass die ausgiebige Recherche der Geschichte Gewicht und Unmittelbarkeit verleiht, 2011 wurde Don Winslow auch mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

Da gute Krimis meist von Gewalt, Ungerechtigkeit und Verbrechen handeln, dürfen diese Komponenten in Don Winslows Meisterwerk natürlich nicht fehlen. Der Fokus und Spannungsbogen wird in Don Winslow Tage der Toten um die Ermittlerfigur des Art Kellers gebaut: als brillanter, amerikanischer Drogenfahnder scheut sich dieser nicht das Gesetz zu brechen, um die Gerechtigkeit walten zu lassen. Als jedoch einer seiner Mitarbeiter bei Ermittlungen gegen ein Kartell brutal zu Tode gefoltert wird, gerät der Krieg gegen die Drogen für Keller zur Obsession. Ob New York, Mexico City, Tijuana oder der Dschungel Mittelamerikas, nichts kann Keller aufhalten gegen den Drogenhandel anzukämpfen… Vermeintlich nichts, denn schnell gerät er in politische Machenschaften, die ihm äußerst gefährlich werden. Gefährlicher als die Drogenbosse je waren! Einer dieser Drogenbarone ist zum Beispiel Adán Barrera, der seine Brutalität geschickt hinter seiner charmanten Maske zu verbergen weiß. Im Gegensatz zu Keller durchschaut Barreras Geliebte, Nora Hayden, dessen Maskerade viel zu spät. Erst als das Luxus-Callgirl, mit dem Herz am rechten Fleck, feststellt wie sich die Schlinge um den Hals ihres besten Freundes immer mehr zuzieht, durchschaut sie Barrera und muss sich für eine Seite entscheiden!

Zugleich erzählt Don Winslow in seinem Roman von Sean Callan, einen einst introvertierten Kleinkriminellen aus Hell’s Kitchen, der zum eiskalten Killer wurde, sich inzwischen aber nach einem anderen Leben sehnt.

Wie Ihr bereits erfahren habt, stammt Don Winslows Ideenreichtum aus erster Hand oder ausgiebiger Recherchearbeit. Entsprechend hat Don Winslow Tage der Toten basierend auf seiner Recherchearbeit und dem Interesse der Figuren geschrieben: über drei Jahrzehnte hat der Autor die Wege der Barrera Brüder verfolgt. Von Art Kellers erstem Treffen mit den Brüdern 1970 bis zum Showdown 1999.

Das Kartell

Häufig haben Nachfolgeromane mit dem Vorurteil zu kämpfen, dass ihnen der Zauber entflohen sei. Doch in diesem Fall können wir Euch beruhigen. Denn gute Krimis wie die Don Winslow Bücher verlieren keineswegs an Spannung oder Zauber. Ganz im Gegenteil: mit dem Spiegel-Bestseller „Das Kartell“ setzt Winslow den fesselnden Epos über den mexikanisch-amerikanischen Drogenkrieg fort:

Inzwischen schreiben wir das Jahr 2004 und aus ehemals besten Freunden, sind nun Feinde geworden. Denn zwischen den Jahren des Wohlwollens liegen nun unzählige Auftragsmorde und weitere Verbrechen. Entsprechend hat es sich Drogenfahnder Art Keller zur Aufgabe gemacht, den Drogenbaron Mexikos, Adán Barrera, für immer das Handwerk zu legen. Er begibt sich auf eine atemlose Jagd und in einen entfesselten Krieg zwischen CIA, DEA und Narcos, in dem die Grenzen zwischen Gut und Böse schon längst verschwunden sind.

In „Das Kartell“ gelingt es Don Winslow detailreich die erschütternde Geschichte über den mexikanisch-amerikanischen Drogenkrieg darzustellen. Welche relevante Rolle dabei Gier und Korruption, Rache und Gerechtigkeit, sowie Heldentum und Hinterhältigkeit spielen, beschreibt er faszinierend atmosphärisch, so dass man sich wie vor Ort fühlt.

Corruption

Wer noch weitere realistische und zugleich erschütternde Eindrücke in den Drogendschungel verbunden mit Mord und Menschenhandel haben möchte, dem bietet sich in „Corruption“ ein weiteres Szenario:

In den Straßenschluchten von New York zeichnet sich die todbringende Allianz von staatlichen Stellen und organisiertem Verbrechen ab: Als Elitetruppe der Polizei, ausgestattet mit weitreichenden technischen und rechtlichen Möglichkeiten, will die Einheit im nördlichen Manhattan für Ruhe und Ordnung sorgen. Dorgenhandel und -konsum, sowie weitere Delikte sollen in ihrem Revier keine Chance haben! Ihre Devise lautet, in ihrem Revier gelten ihre Spielregeln und nichts geschehe ohne ihr Wissen. Doch die Truppe ist nicht nur extremen Stress und Risiken ausgesetzt, sondern auch extremen Verlockungen…

Inwiefern hier starke Willenskraft und Moral, aber auch Gier und Korruption eine Rolle spielen, zeigt Don Winslow in brutalen und unnachgiebigen Szenarien.

Missing. New York

Um weitere Abgründe der amerikanischen Gesellschaft aufzuzeigen, führt der Erfolgsautor in seiner neuen Romanreihe den Vermisstenfahnder Frank Decker ein. Und mit ihm lässt Don Winslow einen Detektiv auferstehen wie er im Buche steht: Decker ist knallhart, unbestechlich und zugleich aber auch ein sentimentaler Einzelgänger, der ganz konkrete Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit hat. Wie seine ermittelnden Vorgänger will auch Decker seine Moralvorstellungen durchsetzen und arbeitet hierfür mal mehr, mal weniger mit den Behörden zusammen.

Keinesfalls lässt er sich aber einschränken und hält an seiner Mission fest, Vermisste aufzusuchen und zu finden. Selbst wenn Polizei und FBI kapitulieren.

In „Missing. New York“ hat Franz Decker mit genau so einem dubiosen Fall zu tun: Während die Mutter kurz ans klingelnde Telefon im Haus geht, verschwindet die siebenjährige Hailey aus dem Garten. Zwei Wochen später verschwindet ein weiteres Mädchen, dessen Leiche gefunden wird und der Täter gefasst ist. Obwohl von Hailey nach wie vor jede Spur fehlt und auch keine Leiche gefunden wurde, wird der Täter des zweiten verschwundenen und ermordeten Mädchens, auch mit Haileys Verschwinden belastet. Für die Behörden ist der Fall somit geklärt und die Akte geschlossen.

Nicht aber für Decker. Er zweifelt an dieser Theorie. Vielmehr glaubt er daran, dass Hailey noch lebt und irgendwo versteckt gehalten wird. Ein vager Hinweis führt ihn schließlich nach New York und dort folgt er Schritt für Schritt der Spur, die ihn in die Hölle lotsen wird…

Germany

In der Regel zahlt sich Deckers Besessenheit und Unnachgiebigkeit aus, warum er als Meister seines Fachs angesehen wird. Entsprechend ist auch in Don WinslowsGermany“ Deckers Geschick erneut gefragt: Als die hübsche Frau seines Freundes verschwindet, ihr Auto verlassen in den Ghettos von Miami aufgefunden wird und die Polizei im Dunklen tappt, hat Franz Deckers Stunde geschlagen.

Er macht sich auf die Suche nach der Frau und seine Spur führt ihn aus dem sonnenverwöhnten Florida ins kalte Deutschland. Grundsätzlich mag Decker Deutschland. Schließlich hat er dort die schönste Zeit seines Lebens verbracht. Doch das soll sich nun ändern. Anstatt die Sonnenseiten Deutschland zu sehen, lernt er die Rotlichtbezirke und die Regionen des Mädchenhandels und der Drogen kennen.

Ob es ihm gelingt die vermisste Frau ausfindig zu machen und ob er seinen Erfolgskurs halten kann, erfahrt ihr in Don WinslowsGermany“.

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