Skip to main content
Krimi-Berater

Ein Buch schreiben: 10 Tipps von der Idee zum Schriftstück

„Zum Schriftsteller muss man geboren sein“,

lautet eine weit verbreitete Annahme. Zugegeben, ein wenig Talent, Kreativität und Disziplin gehören schon dazu. Doch ein Buch zu schreiben ist auch kein Hexenwerk. Was dennoch zu beachten ist und welche Tipps und Tricks auch die Koryphäen am Literaturhimmel befolgen, erfahrt Ihr hier:  

1. Das nötige Handwerkszeug

Bei der ersten Überlegung wie man ein Buch schreiben kann, fällt die Antwort ganz pragmatisch aus: mit dem notwendigen Handwerkszeug. Doch was zählt hier alles dazu?

Neben einem funktionierenden PC oder Laptop, ist die Grundvoraussetzung für jeden Autor Spaß am Geschichtenerzählen und -schreiben zu haben. Zudem zeichnet sich ein begabter und begeisterter Schriftsteller durch seinen Ehrgeiz und seine Mühe aus. Denn bis ein fertiger Text entstanden ist, braucht es viel Zeit und Mühe, sowie die Fähigkeit zur Selbstkritik. Nur mit der Bereitschaft die eigenen schriftstellerischen Fähigkeiten stetig weiterauszubauen, kann man erfolgreich werden. Rückschläge und Motivationslücken gehören daher ebenso zum Arbeitsprozess wie die Disziplin bei der Sache zu bleiben, seine Arbeit ernst zu nehmen und nicht aufzugeben.

Wer diese Frustrationstoleranz und einen langen Atem aufbringen kann, wird es sicherlich auch schaffen, sich gegen die zahlreichen Mitkonkurrenten zu behaupten und seine Werke zwischen den zahlreichen E-Books und Romanen wiederzufinden.

2. Der Plot

Es bleibt die Frage: wie schreibt man ein Buch? Wer ein Buch schreiben will, der braucht natürlich auch einen guten Plot. Und dieser ergibt sich aus allen Ereignissen einer Geschichte. Jeder Autor hat aber als Grundprinzip darauf zu achten, dass der Handlungsverlauf des Romans die Kausalitätskette einhält. Das heißt, in der Geschichte darf nichts passieren, was sich nicht aus dem Vorhergehenden ergibt.

Die einzige Ausnahme bildet die Einleitung, die ein rein zufällig gewähltes Beispiel sein kann. Allerdings sorgt es dafür, dass alle darauffolgenden Ereignisse ins Rollen kommen. Gerade beim Thema der Einleitung dürfen wir uns also gerne an den Deutschunterricht in der Schulzeit erinnern, indem uns vorgepredigt wurde, dass die Einleitung zum Thema hinzuführen hat.

3. Der Konflikt

Der Hauptbestandteil eines jeden Buches ist der Konflikt. Doch in der Regel überlegen sich Schriftsteller mehr als einen Konflikt. Somit wird es unerlässlich zu kategorisieren was den Hauptkonflikt bilden soll, um die Nebenkonflikte um diesen herum zu kreieren.

Bevor man allerdings beginnt ein Buch zu schreiben, sollte man sich eben jenen Hauptkonflikt in circa einem Satz notieren, um ihn dank der vielen kreativen Einfälle nicht aus den Augen zu verlieren. Dieser Satz beinhaltet dann eine kurze Zusammenfassung der zu entstehenden Geschichte und den Hauptkonflikt als roten Faden.

Auch wenn dieser Vorschlag ein wenig banal klingen mag, auch geübte Autoren folgen beim Buch schreiben Tipps wie diesen.

4. Die Dramatik

Ist der Satz erst einmal formuliert, ist klar welche Ereignisse zur Geschichte gehören und welche nicht. Im Anschluss begeben wir uns wieder auf die Spuren unserer eigenen Schulzeit. Bestimmt kann sich noch der ein oder andere von Euch an den berühmten Spannungsbogen oder die „Erzählmaus“ erinnern.

Genau diese Elemente dürfen wir nun wieder aus unserem Gedächtnis hervorkramen. Denn der Plot braucht eine innere Dramatik und diese entsteht, indem sich die Ereignisse allmählich zuspitzen. Und ein Unterhaltungsroman besteht aus einer Reihe von Ereignissen.

Damit Euch trotz dieser Fülle an Geschehnissen ein gutes Buch gelingt, könnt Ihr beispielsweise mit Dramenmodellen arbeiten. Das einfachste und wohl bekannteste dürfte das auf Aristoteles zurückgehende Modell der drei Akte sein. Bis heute wird dieses Dramenmodell gerne für Drehbücher und Romane verwendet.

Hierbei fungiert der erste Akt als auslösendes Ereignis, von dem auch sich die weiteren Geschehnisse allmählich steigern. Im zweiten Akt spitzen diese sich immer weiter zu bis es zum Höhepunkt der Geschichte kommt. Von dort aus beginnt dann meist die dramatische Wende für den Handlungsverlauf. Wohingegen im dritten und letzten Akt eine Kette von dramatischen Ereignissen bis zum logischen Schluss folgt.

5. Die Charaktere

Ohne interessante Figuren ginge allerdings nichts. Denn bei der Frage „Wie schreibt man ein Buch?“, sollte nach der Idee die Entwicklung der Figuren erfolgen.

Es ist empfehlenswert diese dreidimensional anzulegen: Eure Charaktere brauchen zum einen ein signifikantes Äußeres, zum anderen aber auch ein psychologisches, sowie soziales Profil.

Teil der Figurenprägnanz ist es also auch, ihnen etwas Außergewöhnliches in Form von Hobbies, Charakterzügen oder Lebensgeschichten zu verleihen. Am leichtesten gelingt Euch das, wenn Ihr Eure Hauptfigur zum Beispiel ein bestimmtes Ziel verfolgen lässt. So bleiben Eure Leser bis zum Schluss bei der Sache, um herauszufinden, ob es diese Figur am Ende schafft.

6. Die Spannung

Um bei der Sache bleiben zu können, ist natürlich auch ein ausreichend großer Spannungsbogen von Nöten. Hilfreich hierfür ist es, ein gutes Zusammenspiel aus Plot und Figuren zu kreieren. Basierend darauf könnt Ihr dann den Spannungsbogen mittels weiterer Nebenkonflikte ausbauen, die dafür sorgen, dass der Held Eurer Geschichte gegen eine Menge von Problemen anzukämpfen hat. Das können zum Beispiel mächtige Gegner in Form anderer Protagonisten sein, Naturgewalten und -phänomene oder auch Widerstreit mit eigenen psychischen Problemen.

Eurer Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

7. Das Thema

Wichtig zu beachten ist auch, dass sich Eure Handlung um ein bestimmtes Thema dreht und ihr dieses weiter verdichten solltet. Somit wird das Erzählte intensiver wahrgenommen.

Am besten gelingt Euch das, wenn Ihr zum Beispiel brainstormt was Euch noch so alles rund um den Themenkomplex einfällt und wie sich das wiederum mittels Details einbauen lässt.

8. Emotionen und Gefühl

Grundsätzlich bedeutet ein Buch schreiben auch Gefühle und Emotionen zu transportieren. Wie beim Singen oder Malen entsteht ein kreatives Meisterwerk erst durch die Beigabe echten Gefühls.

Ihr fragt Euch warum das ein wichtiger Tipp ist? Wir Menschen sind gefühlsbetonte Wesen und haben sehr feine Antennen, wenn es darum geht Emotionen zu transportieren. Sobald Ihr in Euer Schriftstück Gefühle miteinbaut, kann auch der Leser mit seinen eigenen Emotionen darauf reagieren und es bleibt ein tieferer Eindruck hinsichtlich des Gelesenen.

Doch wie schreibt man ein Buch und transportiert auch noch Gefühle? Das beste Rezept hierfür ist, sich in die Charaktere zu versetzen. Ganz tief und fest bis ihr in deren Figur taucht und spürt was die Personen in der jeweiligen Szene empfinden mögen. Und genau diese Gedanken schreibt Ihr dann auch auf.

Wichtig zu beachten ist, dass Ihr Eure Figuren nicht zu viel reden lasst. Selbstverständlich gehören Dialoge zu einem guten Buch. Doch Dialoge leben vor allem von dem, was nicht ausgesprochen wird. Ein paar Worte sind meist schon ausreichend, um das Wesentliche zu erfassen und den Rest erledigt das Kopfkino der Leser.

9. Narration oder Szene

Ausgehend von den Dialogen ist es vor Schreibbeginn noch ganz zentral sich zu entscheiden, ob man sich dem narrativen oder szenischen Schreiben zuwenden möchte.

Während bei der Narration die Ereignisse größtenteils beschrieben werden, zeichnet sich das szenische Schreiben durch ein Zeigen der Geschehnisse aus. Dieses erfolgt mittels Dialoge und Handlungen, die bildhaft schildern, was sich vor unserem inneren Auge abspielt. Indem wir alle fünf Sinne ansprechen, ermöglicht das szenische Schreiben eine lebhaftere Schilderung der Ereignisse.

Das heißt, Ihr beschreibt was die Figuren in Eurem Plot hören, riechen, schmecken, sehen und fühlen. Das Ziel soll es sein, dem Leser eine bildhafte Vorstellung zu ermöglichen.

10. Der gute Stil

Wie bereits eingangs erwähnt, gehört auch eine wenig Talent dazu, wenn Ihr ein Buch schreiben wollt. Und das bedeutet wiederum einen guten Schreibstil zu haben. Wie Ihr dorthin kommt? Ausprobieren, viel Schreiben und externe Meinungen einholen.

Als Faustregel könnt Ihr Euch aber merken, dass gerade bei Metaphern und Adjektiven Vorsicht geboten ist. Während einige Bücher voll davon sind und gut ankommen, werden andere wiederum gerade dadurch unleserlich. Setzt bestimmte Stilelemente also mit Bedacht ein.

Wenn Ihr Euch diese Tipps zu Herzen nehmt, klappt es bestimmt bestens Euer erstes Buch zu schreiben. In diesem Sinne wünschen wir Euch nun viel Erfolg und sagen: ran an die Tastatur!

Beiträge der gleichen Kategorie

Krimi-Berater
Krimi- & Thriller-Neuerscheinungen im März 2019
Die besten Buch-Neuheiten für März 2019 findest du hier!
Krimi-Berater
Krimi- & Thriller-Neuerscheinungen im Februar 2019
Die besten Buch Neuheiten für Februar 2019 findest du hier!
Krimi-Berater
Pierre Martins Krimireihe "Madame le Commissaire"
Lust auf einen französischen Krimi? Dann solltest Du dir diese Reihe nicht entgehen lassen!
Krimi-Berater
Klaus-Peter Wolf – alles über den Bestseller-Autoren
Der Autor Klaus-Peter Wolf ist insbesondere für seine herausragenden Ostfriesenkrimis bekannt und man findet ihn häufig auf den Bestsellerlisten wieder.
Krimi-Berater
Simon Becketts beliebteste Bücher
Seine besten Bücher haben wir hier für Dich zusammengestellt!
Krimi-Berater
Die spannendsten Ostsee-Krimis
Lust auf ein bisschen mörderische Meeresluft? Dann solltest Du Dir diese Bücher nicht entgehen lassen!
Krimi-Berater
Richtig spannende Thriller, die jeder Krimi-Fan kennen sollte
Hast Du Lust, mal wieder so richtig Angst zu haben? Dann solltest Du dir auf jeden Fall folgende Thriller anschauen!
Krimi-Berater
Die Thriller-Neuerscheinungen 2018
Lust auf Nervenkitzel? Dann solltest Du unbedingt weiterlesen!
Krimi-Berater
Die besten Kriminalromane 2018
Wir haben für Dich die besten Kriminalromane ausgesucht. Lies einfach hier, welche es genau sind!
Krimi-Berater
Nervenkitzel pur: Wieso wir so gerne Thriller lesen
Warum suchen wir uns Bücher, die uns Angst machen und uns die Haare zu Berge stehen lassen? Warum lieben wir schaurig schöne Thriller & Krimis? Hier erfährst Du, warum wir so vernarrt in sie sind!
Krimi-Berater
5 Fakten über Sebastian Fitzek, die Du noch nicht kanntest
Fitzek ist für jeden Thriller Liebhaber geläufig – doch wer verbirgt sich hinter diesem Namen? Wir haben die wichtigsten Infos für Dich.
Krimi-Berater
Black Friday 2018: Die besten e-Book-Reader im Angebot
Du suchst einen neuen e-Book-Reader? Dann sichere dir jetzt eines dieser Modelle zum günstigen Schnäppchenpreis!
Krimi-Berater
Atemberaubende Thriller und Krimi Neuerscheinungen in 2019
Du willst wissen auf welche neuen Thriller und Krimis Du Dich 2019 freuen darfst? Wir haben für Dich die zehn besten Bücher zusammengestellt!
Krimi-Berater
Fitzek-Bücher: Die besten Thriller des deutschen Erfolgsautoren
Klick hier und erfahre alles rund um den Autor Sebastian Fitzek und seine Thriller!
Krimi-Berater
All Time Favourites: Unsere Topkrimi Buchtipps
Hör auf, stundenlang nach den besten Büchern zu suchen. Das haben wir schon erledigt.
Krimi-Berater
Anwaltsserie gesucht? Wir haben die besten Tipps für Fans von Suits und Co.
Anwaltsserie oder Anwaltsbuch - Was ist Dein Favorit? Wir haben Dir die besten Serien und Bücher über Anwälte zusammengestellt!
Krimi-Berater
Krimi-Empfehlungen: The Girl – Ein tödlicher Sommer
"The Girl – Ein tödlicher Sommer" ist ein bemerkenswertes Krimi-Erstlingswerk, das Dir unsere Lektorin, Kathinka Nohl, in diesem Beitrag vorstellt. Jetzt entdecken!
Krimi-Berater
Bestseller-Bücher von Andreas Franz
Alle wichtigen Fakten rund um Andreas Franz und seine Bücher erfährst Du hier!
Krimi-Berater
Die besten Bücher für Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Hier stellen wir Dir die besten Krimis & Thriller für Frühling, Sommer, Herbst und Winter vor. Jetzt entdecken!
Krimi-Berater
7 Lebenssprüche, die zum Nachdenken anregen
Du weißt grad einfach nicht weiter und bräuchtest Rat? Dann helfen Dir diese 7 Lebenssprüche vielleicht weiter.