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Wahre Fälle

Drogenkonsum am Rande der Gesellschaft- 5 Must Knows über die gefährlichen Substanzen

Legale und illegale Drogen und der damit verbundene Drogenmissbrauch gehören spätestens seit Mitte des letzten Jahrhunderts zu unserer Gesellschaft. In den 60er Jahren wurden illegale Drogen populär – heute durchdringt der Konsum von Drogen alle Gesellschaftsschichten. Die Diskussion um Drogenkonsum, seine verheerenden Folgen sowie Erwägungen über die Legalisierung bestimmter Drogen reißen nicht ab.

Doch was treibt Menschen dazu, überhaupt zu Drogen zu greifen? Warum sind die Substanzen so beliebt? Was macht Kokain, Heroin und Crystal Meth überhaupt aus, was sind die Folgen von Drogenkonsum für Körper und Psyche und was sind die gefährlichsten Substanzen? Diese 5 Dinge solltest Du über Drogen wissen.

Der Ursprung psychoaktiver Substanzen

Kaum zu glauben, aber die meisten gesundheitsschädlichen Genussmittel waren ursprünglich zur Heilung von Menschen gedacht und haben ihre Ursprünge in der Medizin! Die illegale Droge Heroin wurde zum Beispiel als Hustensaft und Schmerzmittel frei verkauft und ihre Entwicklung euphorisch gefeiert. Der Name „Heroin“ stammt aus dem Altgriechischen und sollte die „heldenhaften“ Wirkungsweisen verdeutlichen. Erst als die schlimmen Folgen und das hohe Abhängigkeitspotenzial von Heroin bekannt wurden, wurde es 1931 vom Markt genommen. Aber auch sämtliche andere illegale Drogen fanden in der Medizin Verwendung: LSD wurde zur Therapie von Alkoholikern verwendet, da es einen Perspektivwechsel ermöglichen sollte, Koks wurde vor allem in der Psychologie zur Behandlung von Hysterie und Depressionen eingesetzt und Ecstasy sollte Kriegsgeschädigten helfen, ihre Traumata zu überwinden. Die negativen Folgen, die der Konsum dieser Drogen zur Folge hatte, schienen aber zu überwiegen und ihre Nutzung wurde verboten.

Besonders dramatisch: Im Zweiten Weltkrieg versetzten die Nazis ihre Soldaten ebenfalls in tiefe Rauschzustände. Sie nutzten Methamphetamine, um bei den meist jungen und ängstlichen Männern Gefühle der Selbstüberschätzung auszulösen, gepaart mit Aggressivität und einer starken Fokussierung, die für Meth ebenfalls charakteristisch sind. Auf diese Weise erschufen die Nazis sich die perfekten Tötungsmaschinen.

Droge ist nicht gleich Droge

Obwohl Einigkeit darüber herrscht, dass alle Drogen grundsätzlich gefährlich sind, gibt es Unterschiede in Wirkung, Gesundheitsgefährdung und Strafbarkeit. Daher werden gesundheitsgefährdende Sucht- beziehungsweise Genussmittel in legale und illegale Drogen unterteilt. Der Besitz und Konsum legaler Drogen wie Alkohol oder Tabak ist von Seiten des Staates nicht verboten. Anders verhält es sich bei illegalen Drogen: alles, was mit den illegalen Rauschmitteln in Verbindung steht – also Herstellung, Besitz, Konsum und Handel – ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt. Die Annahme, dass legale Drogen ungefährlicher sind als illegale Drogen ist jedoch falsch – legaler Drogenkonsum kann genauso schnell zu Abhängigkeit und Gesundheitsschäden führen wie illegale Drogen. Legale Drogen genießen jedoch eine höhere gesellschaftliche Akzeptanz.

Dramatische Folgen von Drogenkonsum

Einsamer und trauriger Spitzenreiter aller Drogen ist die legale Droge Alkohol. Alkohol ist die am häufigsten missbrauchte psychoaktive Substanz, rund eineinhalb Millionen Deutsche sind von ihr abhängig, rund 74.000 Menschen sterben in Deutschland jährlich an den Folgen ihres riskanten Alkoholkonsums. Bei den illegalen Drogen fällt eine statistische Aufstellung deutlich schwerer, da die Zahlen von Konsumenten meist nur auf Schätzungen beruhen. Fakt ist aber, dass die Zahl der Todesfälle durch Konsum von illegalen Drogen zunimmt. Das Alter, in dem Kinder und Jugendliche den ersten Kontakt mit illegalen und legalen Drogen haben, dagegen sinkt laut neuester Studien besorgniserregend. Die am häufigsten konsumierte illegale Droge ist Cannabis. Cannabis gehört zu den „weichen Drogen“, der Konsum und Besitz zieht nicht immer juristische Folgen nach sich. Cannabis spielt auch heute in der medizinischen Behandlung verschiedener Krankheiten noch eine Rolle. Die Folgen von Cannabiskonsum werden häufig nicht so fatal eingeschätzt, daher wird von vielen Seiten die Legalisierung von Cannabis in Deutschland aber auch in anderen Ländern gefordert, auch um Konsumenten zu entkriminalisieren.

Gerade weil bei Marihuana die gesellschaftliche Akzeptanz für eine illegale Drogen vergleichsweise hoch ist, ist darauf hinzuweisen, dass ein vermehrter Konsum von Cannabis besonders bei Jugendlichen schwerwiegende Folgen haben kann. Bei Langzeitkonsum geraten die Betroffenen in einen Zustand der Gleichgültigkeit und Apathie, sind im Alltag nicht mehr lebensfähig und leiden unter Lustlosigkeit, Lethargie und mangelnder Selbstkontrolle. Wenn in der Familie bestimmte genetische Veranlagungen vorhanden sind, steigt außerdem die Wahrscheinlichkeit für den Ausbruch von schwerwiegenden psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Paranoia, Depressionen und Angststörungen.

Drogenkonsum weltweit

Auch weltweit gesehen ist Cannabis die meist konsumierte illegale Droge. Obwohl sich die Drogenstatistiken in den letzten Jahren weltweit nur minimal ändern, sind die Folgen von Drogen verheerend: jährlich sterben etwa 200 000 Menschen an Folgen des Konsums von illegalen Drogen. Der allgemeine Drogenkonsum bleibt leider weltweit stabil, trotzdem ist die Zahl der sichergestellten harten Drogen wie Amphetaminen und den damit verbundenen Drogenlaboren dramatisch gestiegen. Besonders der Konsum von sogenannten Designerdrogen spielt hierbei eine Rolle. Deutlich zurückgegangen ist die Produktion von Kokain. Die Kokainproduktion konzentriert sich allerdings weiterhin fast hauptsächlich auf drei südamerikanische Länder: Bolivien, Peru und Kolumbien. Zu Zeiten Pablo Escobars und anderer Kokainhändler überschwemmte die Droge Kokain fast die ganze Welt und hinterließ auf allen Seiten zahlreiche Opfer.

Der Kampf gegen Drogenkartelle

Pablo Escobars war der berühmte Kopf des Medellín-Kartells. Drogenkartelle sind Ringe von Drogenhändlern, die illegale Drogen im großen Stil herstellen, weltweit vertreiben und damit unfassbar viel Geld verdienen. Die meisten Kartelle gibt es in Süd- und Mittelamerika, sie sind hierarchisch organisiert und extrem gut vernetzt. Berühmte Kartelle wie das Medellín-Kartell oder das Cali-Kartell, beherrschten in den 1980er und 1990er Jahren den Kokainhandel weltweit von Kolumbien aus. Drogenkartelle gehören nicht selten zur Mafia und sind geprägt von Auftragsmorden und Machtkämpfen. Blutige Drogenkriege fordern bis heute tausende Opfer. Obwohl Drogenbosse weltweit gejagt werden reißt der Handel mit illegalen Drogen bis heute nicht ab.

Die fünf gefährlichsten Drogen

Dass Drogenkonsum gefährlich ist, ist keine Neuigkeit. Doch welche Substanzen sind die schlimmsten? Welche Drogen haben die gefährlichsten Auswirkungen? Hier ein Überblick:

Alkohol

Wir haben bereits gelernt, dass Alkohol keine sogenannte harte Droge ist, sondern zu den weichen Drogen zählt. Auch weil er legal zu erwerben ist, ist er so weit verbreitet. Und genau das ist wiederum das große Problem: Durch die Verharmlosung und die hohe Verbreitung wirkt sich die Droge auch stark auf das direkte Umfeld des Betroffenen aus. Kinder von Trinkern greifen beispielsweise sehr häufig ebenfalls zur Flasche. Außerdem spielt Alkohol auch im Zusammenhang mit Gesetzesverstößen oft eine Rolle. Laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung sollen in Deutschland rund 1,3 Millionen Menschen alkoholabhängig sein.

Heroin

Heroin gehört zu den gefährlichsten harten Drogen und zieht die meisten Todesfälle nach sich. Es gehört zur Substanzgruppe der Opiate, ist eng verwandt mit Schmerzmitteln wie Morphium und wird aus Schlafmohn gewonnen. Zu den Effekten, die Konsumenten mit Heroin herbeiführen wollen, gehören die Beruhigung, Entspannung sowie Schmerzlinderung – gleichzeitig werden Glückshormone freigesetzt, die zu euphorischen Geisteszuständen führen können. Dieser Zustand hält jedoch nur wenige Minuten an, danach schlafen die Konsumenten in der Regel für einige Stunden. Bei Heroinkonsum kommt der Tod häufig im Schlaf: Junkies ersticken an ihrem eigenen Erbrochenen, eine Lähmung der Atemwege kann einsetzen oder beigemischte Substanzen können ihre Wirkung entfalten und zum Tode führen. Außerdem macht Heroin bereits nach dem ersten Stich stark süchtig. Ein Langzeitkonsum ist deshalb eine weiterer der häufigsten Todesursachen.

Crack

Bei Crack handelt es sich um eine Mischung aus Kokain und Natron (Natriumhydrogencarbonat), die in der Regel durch eine Pfeife geraucht werden. Diese rauchbare Form von Kokain wird über die Lungen vom Körper aufgenommen und entfaltet seine Wirkung auf diese Weise sehr viel schneller als in geschnupfter Form über die Nasenschleimhäute. Crack macht sehr schnell, vor allem psychisch abhängig. Die Wirkung äußerst sich in intensiven Höhenflügen, Glücksgefühlen und Selbstüberschätzung. All das ist jedoch von äußerst kurzer Dauer und wird zügig von dem genauen Gegenteil abgelöst: tiefe Depressionen, Angstzustände bis hin zu Paranoia.

Methamphetamin

Methamphetamin, auch Crystal Meth genannt, kennst Du sicher durch die Erfolgsserie „Breaking Bad“, in der ein krebskranker Chemielehrer zum erfolgreichsten Drogenbaron in ganz Texas avanciert. Die schlimmsten Seiten der gefährlichen Droge werden teilweise vernachlässigt. Meth gehört zu jenen Drogen, die bei den Konsumenten am schnellsten zu einem rapiden körperlichen und seelischen Verfall führen. Der Rausch selbst wird von Fachleuten in neun Phasen unterteilt. Als erstes kommt der „Rush“, die ersten Momente nach Verabreichung der Droge, in denen das Herz rast, der Blutdruck in die Höhe schnellt und die Außenwelt völlig ausgeblendet wird. Anders als bei anderen harten Rauschmitteln, hält der Rush bei Meth nicht etwa fünf Minuten an, sondern ganze 30 Minuten. Darauf folgt das High, eine Phase der intensiven Hochgefühle und der Selbstüberschätzung, in der der Konsument teils sehr aggressiv und/oder fokussiert sein kann. Beim anschließenden sogenannten Binging wird immer mehr und mehr Meth konsumiert, um den Rausch aufrechtzuerhalten. Mit jeder neuen Verabreichung verlieren Rausch, Rush und High jedoch an Wirkung, bis irgendwann das „Tweaking“ einsetzt. In diesem Zustand verliert der Konsument das Bewusstsein für seine eigene Identität und kann von körperlichen Symptomen wie Juckreiz sowie schweren Wahnvorstellungen heimgesucht werden. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Konsument meist bereits seit Tagen im Methrausch – ohne jeglichen Schlaf. Er ist jetzt völlig psychotisch. Es folgt der Crash, der totale Break-Down.

Kokain

Kokain gehört zu jenen Drogen, die nach Crystal Meth am schnellsten zu psychischer Abhängigkeit führen. Der Wirkstoff wird aus der Cocapflanze gewonnen, die in Südamerika angebaut wird. Gerade in den 1970er und 1980er Jahren war der Kokainkonsum auf seinem Höhepunkt und galt auch in gehobenen Kreisen als schick. Doch trotz neuer Designerdrogen und einer immer höheren Verbreitung von Drogenkonsum in der Gesellschaft gehört Kokain auch heute noch zu den fünf gefährlichsten Rauschmitteln weltweit. Da die weiße, pulvrige Substanz auch in unserem Thriller eine große Rolle spielt, wird Kokain in einem gesonderten Abschnitt behandelt.

Kokain

Kokain wird am häufigsten in Form eines weißen, kristallinen Pulvers durch die Nase geschnupft, es kann jedoch auch geraucht oder intravenös injiziert werden. Die Droge wirkt auf das sogenannte Vergnügungszentrum im Gehirn und auf das zentrale Nervensystem ein. Hier werden verschiedene biochemische Prozesse ausgelöst, die extreme Hochgefühle und Zustände der Euphorie beim Drogenkonsumenten bewirken. Zudem führt Kokainkonsum zu einer erhöhten Belastbarkeit und extremer Selbstüberschätzung. Ist der Rausch dann abgeklungen, folgt jedoch sofort das krasse Gegenteil dieser Hochgefühle: Der Konsument erfährt Schlaflosigkeit, starke depressive Zustände bis hin zu Wahnvorstellungen. Da Kokain schnell stark abhängig macht, – der Konsument möchte die Depressionen durch die euphorischen Zustände ersetzen – leiden viele Konsumenten außerdem unter den schweren Langzeitfolgen. Schlaf- und Appetitlosigkeit bis hin zu Unterernährung, Muskelkrämpfe und -zuckungen, starker Zahnverfall, Psychosen, Paranoia und Zustände der Verwirrtheit sind nur einige dieser Langzeitschäden.

Ich vernichte dich

14.99 €

„Ich vernichte Dich“ ist ein intensiver und fesselnder Psychothriller von Brad Parks, in dem Du Zeuge davon wirst, wie das Leben einer jungen Mutter von jetzt auf gleich zusammenbricht.

Eines scheinbar ganz gewöhnlichen Montagabends wird ihre Welt auf den Kopf gestellt und nichts ist mehr, wie es war. Als Melanie ihren Sohn von der Tagesmutter abholen möchte, wird ihr mitgeteilt, dass dieser sich in der Obhut des Sozialamtes befindet. Melanie wird beschuldigt, mit Kokain zu dealen, die illegalen Substanzen im Kinderzimmer ihres Sohnes zu verstecken und das Kind zu vernachlässigen. Und als wäre all das nicht schon schlimm genug, soll sie ihren Sohn außerdem im Internet zum Verkauf angeboten haben. Melanie selbst weiß, dass diese Vorwürfe haltlos sind. Jemand will sie vernichten. Doch wie kann sie ihre Unschuld beweisen? Und noch wichtiger: Wer steckt dahinter? Weil niemand sonst ihr noch zur Seite steht, muss Melanie selbst Nachforschungen anstellen – und begegnet bald einem mächtigen Gegner, der nicht eher ruht, bis er sie ausgelöscht hat.

Das Kartell

12.99 €

In dem Psychothriller- Bestseller „Das Kartell“ von Don Winslow befindet sich ein Drogenfahnder mitten in den mexikanisch-amerikanischen Drogenkrieg: Der Drogenfahnder Art Keller begibt sich auf die atemlose Jagd nach seinem ehemaligen besten Freund- dem mächtigen Drogenboss Adán Barrera. Die ungleichen Freundschaft ist viele Jahre und viele Auftragsmorde her. In Mexiko findet sich Art im Drogenkrieg zwischen CIA, DEA und den "Narcos" wieder- Gier, Korruption, Rache, Gerechtigkeit, Heldenmut und Hinterhältigkeit gehören zur Tagesordnung. Die Grenzen zwischen Gut und Böse sind längst verschwommen…

 

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