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Die schönsten Städte zum Studieren

Die Schulzeit endet und ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Nun geht es darum die Frage zu klären, ob ein Studium oder eine Ausbildung folgen soll. Entscheiden sich die jungen Absolventen für ein Studium, sind neben dem Studienfach selbst auch die Städte zum Studieren entscheidend. Schöne Städte gibt es in Deutschland genügend, doch das heißt noch lange nicht, dass sich diese auch als Studentenstädte eignen. Um Euch eine kleine Entscheidungshilfe mit auf den Weg zu geben, erfahrt Ihr hier welche die beliebtesten Städte zum Studieren sind und warum:

1. München

Fest steht: dem Wohn- und Freizeitwert einer Studentenstadt wird ein großer Beitrag zugemessen. Abhängig sind diese Faktoren aber nicht nur von der Region, sondern auch von den eigenen Erwartungen.

Wer also die Anonymität liebt, der dürfte in München gut aufgehoben sein. Allein die LMU mit rund 60.000 Studenten rangiert auf dem Spitzenplatz deutscher Universitätsstädte. Darüber hinaus bietet die bayerische Landeshauptstadt beispielsweise aber auch angehenden Technikstudenten, Mediendesignern, Managern, Dolmetschern u.v.m. eine akademische Heimat.

Als drittgrößte Stadt der Bundesrepublik punktet München neben seinem akademischen Angebot, auch mit einem fast noch größeren Freizeitwert. Die Allgemeinbildungsangebote reichen von diversen Museen, wie zum Beispiel dem Deutschen Museum, bis hin zu lehrreichen Stadtführungen. Internationale Konzertangebote und bekannte Grünflächen, wie der Olympiapark oder der Englische Garten, laden zum Entspannen und Genießen ein. Es bleibt also nahezu kein Wunsch offen. Selbst die Fashionistas kommen mit dem großen Shoppingangebot von edel bis Second-Hand und einer bekannten Modeschule auf ihre Kosten.

Wahrlich heikel wird es jedoch, wenn es um das Thema Wohnungsmarkt kommt. Hier erfüllt München tatsächlich seine Vorurteile und die Devise ein dickes Portemonnaie und einen langen Atem haben zu müssen.

So liegt der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter in München bei 19,60€ (Stand: August 2017). Selbst bei WG-Zimmern haben die Studenten mit monatlichen Kosten von Minimum 400€ zu rechnen. Klar denken viele von Euch nun, dass ein Zimmer im Studentenwohnheim, wie beispielsweise in München Studentenstadt, die Lösung ist. Je nach Lage und Wohnform sind hier Mietpreise von 230€ bis 590€ zu veranschlagen (Stand: Januar 2017, Studentenwerk München). Gefragt ist hier vor allem ein langer Atem, denn die Wartezeiten auf ein Zimmer belaufen sich i.d.R. auf drei bis vier Semester. Und das obwohl es wirklich etliche Wohnheime und Zimmer gibt. Allein München Studentenstadt mit seiner eigenen U-Bahn Haltestelle verfügt, aufgeteilt auf 14 Häuser, über mehr als 2400 Wohnplätze und zählt zusammen mit den Studentenwohnungen im Olympiadorf zu den zwei größten Wohnanlagen des Studentenwerks München.

2. Frankfurt am Main

Goethe und Paulskirche, Flughafen und Bankenmetropole stellen nur ein kleines Abbild von Frankfurts Gegensätzen dar. Doch genau aus diesem Grund lieben wir die Mainmetropole, in der Geschichte auf Moderne trifft und Tradition auf Innovation. Mittendrin befinden sich auch die ca. 45.000 Studenten der Johann Wolfgang Goethe – Universität. Ganz in seiner Bankentradition gibt es in Frankfurt am Main auch die Frankfurt School of Finance & Management, die etwa 6.000 Studenten zählt.

Als Messestadt setzt die hessische Metropole auch viel auf Internationalität und Kommunikation: neben der bekannten und renommierten Frankfurter Buchmesse, fungiert die Metropole immer wieder mal als Austragungsort von Fachausstellungen und Tagungen.

Weniger prickelnd sieht allerdings der Blick auf die Mietpreise aus: Mit 14,98 €/qm (Stand: Juli 2017, immowelt) sind die Mietpreise zwar noch günstiger als in der bayerischen Landeshauptstadt, doch für eine Studentenstadt würde man sich doch niedrigere Preise wünschen. Hingegen hat das Studentenwerk für seine Wohnheime angenehmere Mietpreise. Ein Einzelzimmer ist hier bspw. Schon ab 300€ monatlich erhältlich.

3. Münster

Gehen wir weiter in unserer Liste der Städte zum Studieren hin zu einer der „lebenswertesten Städte der Welt“, wie sich die Domstadt Münster seit 2004 offiziell nennen darf. Zwar ist Münster keine Weltstadt, aber dennoch hat die westfälische Stadt so einiges vorzuweisen:

Neben ihrem Ruf als Fahrradstadt ist sie der Drehort der beliebtesten „Tatort“- Folgen und Stadt des Westfälischen Friedens. Zudem ist Münster das Tor zum Skateboarden, denn von Münster aus trat diese Fortbewegungsart seinen Siegeszug in Europa an.

Zwischen all den Radfahrern und Skateboardern befinden sich rund 43.000 Studenten allein von der Westfälischen Wilhelms-Universität. Hinzukommen noch die angehenden Akademiker der Fachhochschule. Doch gerade die große Anzahl der Studenten macht Münster so lebendig, bunt und lebenswert.

Und hier stimmen auch noch die Mietpreise: bei einer durchschnittlichen Miete von 10,91 €/qm (Stand: 2017, Immowelt) kann sich Münster wahrlich als Studentenstadt bezeichnen. Wer noch günstiger leben möchte, der zieht in eine WG, sucht sich außerhalb des Stadtzentrums eine Wohnung oder hat etwas Geduld, um zwei bis sechs Monate auf einen Platz im Wohnheim zu warten.

Ein weiterer Pluspunkt der Stadt: kaum ein Ziel ist mehr als 20 Fahrradminuten entfernt. Ein wichtiges Faktum für die angehenden Studenten, besonders wenn sie ihre Städte zum Studieren auswählen.

4. Aachen

Gerade in der Liste der Städte zum Studieren steht Aachen mit der RWTH ganz weit oben. Denn der Hochschule für Natur- und Ingenieurwissenschaften eilt nicht nur ihr exzellenter Ruf voraus, sondern sie legt auch ihren inhaltlichen Schwerpunkt auf die beiden Bereiche. Zwar ist die RWTH, ähnlich wie Münster, keine Campus Universität, doch die Wege sind gut zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Studentenfreundlich ist ein Semesterticket für den ÖPNV bereits im Semesterbeitrag miteingeschlossen.

Auch Aachen selbst, die zum nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Köln zählt, ist keine unbekannte Stadt: durch die bis in die Jungsteinzeit zurückgehende Geschichte ist Aachen bekannt für ihr kulturelles, archäologisches und architektonisches Erbe. Der Aachener Dom, das Wahrzeichen der Stadt, mit der als Meisterwerk der karolingischen Baukunst geltenden Pfalzkapelle wurde gemeinsam mit dem Domschatz 1978 als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites Kulturdenkmal weltweit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.

Neben allerlei Sehenswürdigkeiten für die Allgemeinbildung können sich die angehenden Studenten ihre Studienzeit auch im wahrsten Sinne des Wortes versüßen. Die Stadt ist nämlich zudem ein wichtiger Standort für die Süßwarenindustrie.

Versüßend wirkt auch der Blick auf die Mietpreise in der Kurstadt: mit 9,08€/qm kann das elterliche Portemonnaie aufatmen. Nur zu kurzfristig sollte man keinen Blick auf den Wohnungsmarkt werfen, da die Unterkünfte beliebt und rar sind.

5. Dresden

Schöne Städte, die sich zugleich zum Studieren eignen, finden wir auch im Osten. Allen voran die sächsische Landeshauptstadt Dresden, die bereits vor dem Mauerfall als Vorzeigestadt galt.

Während die Touristen Dresden wegen der Semperoper, dem Zwinger und all dem weiteren großartigen kulturellen Erbe aufsuchen, finden die Studenten ihren Weg an die TU Dresden. Diese ist nicht nur eine der größten Technischen Universitäten Deutschlands, sondern genießt als Exzellenzuniversität einen ausgezeichneten Ruf. Ihre Schwerpunkte Biomedizin und Bioengineering, Materialwissenschaften, Informationstechnik und Mikroelektronik, sowie Energie und Umwelt gelten bundes- und europaweit als vorbildlich und wecken das Interesse namhafter Konzerne, die häufig auf eine Zusammenarbeit mit den dortigen Studenten hoffen.

Da von den 36.000 Studenten etwa jeder achte Student aus dem Ausland kommt, hat sich die Universität auch einen international guten Ruf erarbeitet.

Auch von Dresdens Ruf selbst als schöne Stadt, sowie der langen Geschichte als Residenz der sächsischen Könige profitieren die Studenten. Direkt vor ihrer Haustüre befinden sich all die beeindruckenden Sehenswürdigkeiten, für die die zahlreichen Touristen jährlich extra anreisen. Zudem dürfte in Dresden die bezahlbare Traumwohnung mit hohen Decken und Stuck an den Wänden eher Realität werden als in jeder anderen Stadt. Denn ob Alt- oder Neubau, mit rund 8,16€/ qm sind die Mieten hier noch erschwinglich. Selbst die Wohnheimpreise ab 160€ monatlich lassen sich kaum toppen.