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Diamonds are a girls best friend: Eine kleine Diamantenkunde

Bereits Marilyn Monroe wusste, was Frauen wollen: Diamanten. Die sind schließlich unvergänglich und zeugen selbst 50 Jahre später noch von Schönheit und Liebe. Seit den 1960er Jahren sind Diamanten in unserem Verständnis eng mit Romantik verknüpft. Ein Verlobungsring etwa ist nur dann etwas wert, wenn er einen Brillianten hat, schließlich zeigt der, wie sehr der Partner einen liebt. Doch wie genau kam es zum Aufstieg des Diamanten zum absoluten Kult- und Liebesschmuck? Wir haben Dir hier eine kleine Diamantenkunde zusammengestellt!

1. Die Entstehung

Diamanten sind keineswegs eine Entdeckung der Neuzeit. Die ersten Exemplare, die sowohl als Werkzeug, als auch als Schmuck genutzt wurden, fand man bei Ausgrabungen. Bereits im alten Rom nutzte man den härtesten Edelstein der Welt als Werkzeug. Damit sich Diamanten bilden, braucht es drei Dinge: Einen hohen Druck, eine hohe Temperatur und Zeit.

Diamanten, die groß genug für die Schmuckindustrie sind, entstehen tief im Erdinneren. In einer Tiefe von bis zu 660 Kilometern verdichtet sich der dort vorhandene Kohlenstoff und bildet kristalline Strukturen. Damit der Edelstein ans Tageslicht kommt, braucht es nun entweder einen Vulkanausbruch oder einen findigen Minenarbeiter.

2. Der Abbau

Der Abbau von Rohdiamanten ist nicht nur teilweise lebensgefährlich, sondern meistens auch noch umweltschädlich. Viele Minen, besonders in Afrika, sind nur wenig professionell gebaut und so ständig einsturzgefährdet. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Minen offene Grubenminen sind. Manche davon, wie die Mir Mine in Sibirien, sind so tief, dass sie sogar die Luftfahrt beeinflussen.

Die gängigste Methode beim Diamantenabbau ist die Sprengung, da so gezielt größere Flächen auf Rohdiamanten untersucht werden können. Die dadurch zutage geförderten Steine sind jedoch noch weit von ihrer typischen Diamantenform entfernt. Über ihren tatsächlichen Wert bestimmen erst die nächsten Schritte.

3. Der Wert

Sobald Rohdiamanten abgebaut wurden, geht es für sie auf den Weg zu einer klassischen Juwelierwerkstatt. Hier beginnt die eigentliche Arbeit, denn nun wird der Stein bearbeitet und zum Glänzen gebracht. Wichtig, um den Wert eines Diamanten bestimmen zu können, sind die sogenannten vier C: Carat (Karat), Clarity (Reinheit), Colour (Farbe) und Cut (Schliff). Das Karat bezieht sich dabei auf das Gewicht eines Edelsteins, je schwerer, desto teurer. Nach dem Wiegen wird die Reinheit des Rohdiamanten bestimmt. Gibt es Einschlüsse im Brillianten und wenn ja, kann man sie mit bloßen Auge sehen? Weniger Einschlüsse bedeuten gleichzeitig einen höheren Preis.

Der nächste Schritt ist die Farbe. Hier gilt, dass ein Diamant dann besonders wertvoll ist, wenn er einen besonders hellen oder weißen Farbton hat. Der letzte und wichtigste Punkt ist schließlich der Schliff. Der schönste Rohdiamant kann seinen Wert verlieren, wenn der Juwelier beim Schleifen einen Fehler macht. Denn erst hier wird aus dem glanzlosen Stein ein funkelnder Diamant.

4. Die Nachfrage

Auch auf dem Diamantenmarkt heißt es: Die Nachfrage und das Vorkommen bestimmen den Preis. Und der ist in den letzten Jahren steil nach oben gegangen. Die natürlichen Diamantenvorkommen der Erde gehen langsam aber sicher zur Neige. Das merken nicht nur die, die Diamanten fördern, sondern auch die Juweliere und vor allem die Kunden. Innerhalb eines Jahres kann der Preis für denselben Diamanten um 120.000 Euro oder mehr steigen. Experten schätzen, dass mittlerweile nur noch 70 Prozent aller Nachfragen abgedeckt werden können. Das liegt unter anderem daran, dass seit Anfang der 90er Jahre kein größeres Vorkommen an Diamanten mehr entdeckt wurde.

5. Die Liebe

Was hat all das jetzt mit der Liebe zu tun? Die Sache ist recht einfach erklärt. 1870 begann der Diamantenrausch in Afrika. Was zunächst viel Geld brachte, war bald für britische Financiers ein Desaster. Denn Geld bringt nur, was selten ist. Deswegen taten sich mehrere Interessengruppen zusammen und gründeten die De Beers Consolidatet Mines. Dieses eine Unternehmen kontrolliert seit 1888 den gesamten Diamantenhandel weltweit und damit auch die Preise. 1923 kam es dann zur ersten Wirtschaftskrise und mit Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 gingen die Absätze weiter nach unten.

Eine neue Strategie musste her und die Werbetrommel gerührt. Diamanten, erklärte man vor allem jungen Männern, seien DER Schmuck schlechthin, um seiner Liebe Ausdruck zu verleihen. Unterstützt durch ständige Werbung auf Plakaten, im Film, in Büchern, von Prominenten und Designern war De Beers erfolgreich: Ein Verlobungs- oder Ehering mit Diamanten steht heute auf der ganzen Welt für die große, unvergängliche Liebe. Denn Diamanten sind für die Ewigkeit.

Mit der zunehmenden Knappheit der Diamantenvorkommen und der Wertbeständigkeit der Brillianten sind die Steine nicht nur ein Zeichen für ewige Liebe, sondern auch eine ziemlich gute Geldanlage. Kein Wunder also, dass es nicht nur verliebte Männer und verlobte Frauen auf die besonderen Steine abgesehen haben. Seit jeher sind gerade Diamanten das ausgewählte Ziel von Dieben und Trickbetrügern.

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