Kreuzverhör

Anna Yorck im Interview mit Topkrimi

Anlässlich ihres neuen Krimis "The Girl", der im August erscheint, hat sich Topkrimi-Autorin Anna Yorck unseren Fragen gestellt. Nur in den Topkrimi-Schlagzeilen verrät sie exklusiv, was die Mafia mit ihrem Buch zu tun hat und was ihr beim Schreiben in ihrer Küche so alles passiert ist.

Topkrimi: Haben Sie literarische Vorbilder?

 

Anna Yorck: Ich habe einige literarische Vorbilder. Als Schülerin habe ich mit dem Schreiben begonnen, nachdem ich „Der Mann im Strom“ von Siegfried Lenz gelesen hatte. Eine Zeit lang habe ich die Bücher von Patricia Cornwell und Henning Mankell verschlungen. Heute begeistern mich die Werke von Patricia Highsmith und Donna Tartt!

Topkrimi: Wie sieht der typische Tag in Ihrem Leben als Autorin aus?

Anna Yorck: Früher – Büroalltag als Rechtsanwältin und dann (vielleicht nach einem guten Glas Cognac) von neun bis elf Uhr abends schreiben. Jetzt mit einem kleinen Kind heißt es in die Tasten hauen, sobald das Baby schläft.

Topkrimi: Was hat Sie dazu bewogen, Ihre Geschichte veröffentlichen zu wollen?

Anna Yorck: Auch andere Personen sollen Macy Wood kennenlernen!

Topkrimi: Was lesen Sie in Ihrer Freizeit?

Anna Yorck: Krimis und altmodische Horrorgeschichten – Patricia Highsmith, Donna Tartt, Edgar Allan Poe, H. P. Lovecraft und hin und wieder neu entdeckte Klassiker (z.B. Truman Capote – andere Stimmen, andere Räume).

Topkrimi: Was hat Sie zu diesem Buch inspiriert?

Anna Yorck: Im Allgemeinen inspirieren mich Filme, Zeitungsartikel und Personen, denen ich zufällig auf der Straße begegne. Ich hatte „True Detective“ gesehen und fand diese American-Gothic-Südstaaten-Atmosphäre beeindruckend. Eine solche intensive Stimmung wollte ich in einer Geschichte mit zwei Teenagerinnen verarbeiten – ein langer heißer Sommer voller Alpträume.

Topkrimi: Erzählen Sie uns etwas über den Entstehungsprozess?

Anna Yorck: Begonnen habe ich an dieser Geschichte zu arbeiten circa ein Jahr vor meinem zweiten Staatsexamen, also Mitte 2014. Damals gab es noch eine Mafiageschichte mit wilden Schießereien – war etwas überambitioniert. Dann habe ich an einer zweiten Version gefeilt, die die Freundschaft der zwei Protagonistinnen in den Vordergrund gerückt hat. Zuletzt ist es wieder mehr Krimi geworden.

Topkrimi: Was fiel Ihnen beim Schreiben besonders leicht/schwer?

Anna Yorck: Es war spannend, mit Macy einen gruseligen Sommer zu erleben. Während ich nachts in meiner Küche saß und geschrieben habe, habe ich den Duft der Sümpfe eingeatmet, einen Killer gejagt und Saxophon gespielt (obwohl ich nicht besonders musikalisch bin). Schwer fiel mir das Straffen der Geschichte und Entsorgen liebgewonnener Szenen (z.B. eine tolle Schießerei und herrliches Blut, das über ein fliederfarbenes Kleid läuft).

Topkrimi: Was wünschen Sie sich von Ihren Lesern?

Anna Yorck: Ich hoffe, dass sie in das Buch eingesaugt werden und Macy Wood liebgewinnen und ein paar spannende Stunden in South Carolina während eines Jahrhundertsommers erleben.

Topkrimi: Was wünschen Sie sich von der Buchwelt?

Anna Yorck: Die Möglichkeit, meine weiteren Ideen veröffentlichen zu können.

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