Kreuzverhör

5 Fakten über Sebastian Fitzek, die Du noch nicht kanntest

Sebastian Fitzek ist ein deutscher Autor, der mit seinen Psychothrillern große Bekanntheit erlangt hat. Er gilt als Deutschlands erfolgreichster Autor in diesem Genre. Seit dem 2006 erschienenen Werk „Die Therapie“ sind seine Romane wie „AchtNacht“ und das dieses Jahr erscheinende Werk „Der Insasse“ in den Bestsellerlisten vertreten. 

Dass Sebastian Fitzek kein gewöhnlicher Autor ist, zeigen auch diese 5 Fakten zu seiner Person:

1. Entertainer mit viel Zeit für seine Fans

Sebastian Fitzek ist mit 10 Millionen verkauften Büchern ein Star in der deutschen Thriller-Szene. Aber nicht nur für die spannenden Bücher wird Sebastian Fitzek von seinen Fans geschätzt. Auch seine Lesungen werden sehr gut angenommen. Nicht ohne Grund war Fitzek vor seiner Schriftstellerkarriere bei 104.6 RTL als Chefredakteur im Bereich Comedy tätig: Seine Lesungen sind keine typischen Lesungen, sondern eher „Comedyprogramm mit viel Hintergrundinformationen“, so ein Fan auf Ticketonline. Neben der „familiären Einbeziehung des Publikums“ werden auch die „fantastischen Licht- und Soundeffekte“ gelobt.
Eine Besonderheit sind zudem die Orte, die Fitzek für seine Lesungen wählt. So hat er in der Vergangenheit bereits Lesungen in Wohnzimmern von Lesern veranstaltet, aber auch in Trauerhallen oder Arztpraxen. Auf der Leipziger Buchmesse hat sich der Autor sogar einen eigenen Stand gemietet.  

Generell nimmt sich Sebastian Fitzek viel Zeit für seine Fans. In einem Interview mit einer großen deutschen Tageszeitung (link zu:) versicherte der Autor, er würde jeder Zuschrift persönlich antworten.  Er gab damals an, bereits an die 40.000 Mails beantwortet zu haben. Ob er nach seinem anhaltenden Erfolg weiterhin dazu kommt, auf alle Mails persönlich zu antworten, ist nicht bekannt.
In seinen Büchern findet sich ein Link zu seiner Webseite sowie seine Mailadresse wieder, ergänzt mit der Aufforderung, ihm doch zu schreiben.

Um seine Bücher gut zu vermarkten sucht Fitzek immer wieder nach möglichst extravaganten Marketingideen. So kam der Autor etwa einmal mit Zwangsjacke und Hannibal-Lecter-Maske zu einer Lesung, ein andermal verkleidete er sich als Paketbote, passend zum Buch „Das Paket“.

2. Aus Langeweile zum Thriller-Autor

Nach einem kurzen Tiermedizinstudium, das er nach einem halben Semester abbrach, studierte Sebastian Fitzek Jura. Zwar brach er auch dieses Studium ab, dafür promovierte er im Urheberrecht zum Dr. jur. Nach dem Abbruch des Studiums machte er dann in einem ganz anderen Berufsfeld Karriere: Nämlich bei einem Privatradiosender. Dort war er unter anderem Unterhaltungschef, Chefdirektor und Programmdirektor.  Als Ablenkung zum für ihn eher langweiligen Berufsalltag entschied sich Fitzek, Psychothriller zu schreiben. Er selbst las gerne Bücher dieses Genres. Sein erstes Buch, „Die Quote“ , wurde nie veröffentlicht, es fand sich kein Verleger. Mit dem Werk „Die Therapie“ gelang ihm 2006 dann aber der große Sprung in die Bestsellerlisten.  Das Buch wurde um die acht Millionen Mal verkauft und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Darauf folgten drei weitere Psychothriller in den Jahren 2007 und 2008: „Amokspiel“, „Das Kind“ und „Der Seelenbrecher“. Alle drei wurden als „Spiegel Bestseller“ gelistet. 2012 wurde „Das Kind“ verfilmt.
Weiters verfilmt wurden die Bücher „Abgeschnitten“ und "Joshua-Profil". 2018 ist eine weitere Verfilmung geplant: Nämlich für das Buch „Passagier 23“. Mittlerweile sind die meisten seiner Bücher auch als Hörbuch verfügbar.  Neben seinen Psychothrillern hat Sebastian Fitzek auch einige Sach- und Kinderbücher veröffentlicht. 

Auf seiner Website gibt der Autor an, dass er noch immer seinen Schreibtisch in der Redaktion des Radiosenders 104.6 RTL besitzt und die Beratertätigkeit dort sehr schätzt als „Anker in der Realität“. Aufgrund der Erfolge ist Sebastian Fitzek aber mittlerweile hauptberuflicher Autor.

3. Gewinner des Europäischen Preises für Kriminalliteratur

Sebastian Fitzek ist der erste deutsche Autor, der den europäischen Preis für Kriminalliteratur erhalten hat.

Im Jahr 2017 wurde dieser, auch als „Ripper Award“ bezeichnete Preis, an Fitzek vergeben. Mit diesem Preis werden europaweit erfolgreiche Autoren ausgezeichnet, die „mit ihrem Werk die Krimiliteratur lebendig und zeitgemäß weiterentwickelt haben“. Erhalten haben den mit 11.111 Euro dotierten Preis auch bekannte Autoren wie Henning Mankell, Håkan Nesser, Fred Vargas und Jussi Adler-Olsen.
Neben dem „Ripper Award“ wurde Sebastian Fitzek auch mit anderen Preisen ausgezeichnet:

„Der Augensammler" und „Splitter“ wurden für den „Vincent-Preis“ nominiert. „Das Kind“ landete beim österreichischen Buchpreis am zweiten Platz, zweimal wurden Werke von Fitzek für den „Friedrich Glauser Preis“ nominiert.

4. Idee zu „Die Therapie“ kam beim Arzttermin

"Meine Ideen stammen aus dem Alltag."

Die Idee zu Fitzeks erstem Bestseller, „Die Therapie“ kam dem Autor, als dieser in einer Arztpraxis darauf wartete, dass seine Freundin wieder aus dem Behandlungszimmer kommt. Während der Wartezeit dachte Fitzek darüber nach, was wäre, wenn seine Freundin nicht mehr aus dem Behandlungszimmer kommen würde und der Arzt und die Wartenden sagen würden, sie hätten sie an diesem Tag nicht gesehen und seine Frau überhaupt nicht mehr auftauchen würde. In seinen Gedanken hat er diese Idee weitergesponnen und so entstand die Grundhandlung zum Buch „Die Therapie“. Es dauerte dann noch ein Jahr, bis Sebastian Fitzek eine schlüssige Geschichte mit Exposé fertig hatte und mit dem Schreiben begann.
In einer anderen Alltagssituation kam der Autor auf die Idee zum Buch „Das Paket“, welches 2016 erschien. Ein Postbote wollte Fitzek ein Paket eines Nachbarn übergeben, den Fitzek noch gar nicht kannte. Genau diese Situation beschreibt Fitzek dann in seinem Psychothriller, der von einem Vergewaltigungsopfer handelt: Eine Frau, die als einzige den Angriff eines Massenvergewaltigers überlebte und seitdem in ständiger Angst vor ihm zurückgezogen am Rande des Berliner Grünwaldes wohnt. Sie zieht sich zurück, meidet die Außenwelt. Eines Tages nimmt sie jedoch ein Paket für einen ihr nicht bekannten Nachbarn an und das Unheil nimmt seinen Lauf.

5. Sebastian Fitzek alias Max Rhode

In seinem 2015 erschienenen Buch “Das Joshua-Profil” schreibt Fitzek über den Schriftsteller Max, dessen Bruder in einer Psychiatrie untergebracht ist. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der ein Sexualstraftäter ist, ist Max gesetzestreu.

Ein mysteriöser Anrufer bringt Max eines Tages dazu, eine Klinik aufzusuchen. Der Anrufer gibt an, schwerkrank zu sein. Er wolle Max vor dem Tod noch etwas Wichtiges mitteilen.

Max' Pflegetochter Jola, die während des Klinikbesuches am Beifahrersitz wartete, verschwindet, während Max in der Klinik ist. Der Anrufer war überzeugt davon, dass Max eine Straftat begehen wird, doch Max interessiert das nicht, er möchte seine Pflegetochter wiederfinden.  Also macht er sich auf die Suche.

Im Buch wird auch auf das einzige Werk von Max eingegangen, welches ein Bestseller wurde: „Die Blutschule“.  Das Besondere: Unter dem Pseudonym Max Rhode ist Sebastian Fitzek tatsächlich in die Rolle von Max aus „Joshua-Profil“ geschlüpft und hat „Die Blutschule“ geschrieben.

In „Die Blutschule“ beschreibt die fiktive Figur Max Rhode die Geschichte von zwei Teenagern, die mit ihren Eltern in ein kleines Dorf in Brandenburg ziehen. Dort wartet ein kleines, vom Vater der Teenager, renoviertes Haus auf die Familie. Die zwei sind nicht besonders glücklich mit dem Umzug. Es dauert nicht lange, und sie machen eine schlimme Bekanntschaft mit der Dorfjugend. Es scheint, als würde so einiges im Dorf nicht mit rechten Dingen zugehen. Immer wieder ist die Rede von einer alten Legende um den Storkower See. Der Vater der beiden nimmt sie auf einen Ausflug zur Insel mit. Dort befindet sich mitten im Wald eine kleine Hütte, eine Schule der besonderen Art. Mit einem Lehrplan nach dem Motto „töten lernen oder selbst getötet werden“.

Der Autor hat also im Namen seiner Romanfigur ein neues Buch verfasst, das sinngemäß mit dem anderen Buch in Zusammenhang steht. Die beiden Geschichten wurden vom Autor gekonnt miteinander verwoben, Realität und Fiktion verschwimmen. Da nur ein loser Zusammenhang besteht, kann man die beiden Werke aber auch unabhängig voneinander lesen. Da das Buch „die Blutschule“ vor dem Hauptwerk „Das Joshua-Profil“ erschien, gelang es dem Autor so, zusätzlich Spannung aufzubauen und die Veröffentlichung unter einem Pseudonym brachte Sebastian Fitzek zusätzliche Publicity. 

Generell geht der Autor gerne kreative Wege: 2011 startete Fitzek ein Projekt auf Facebook, bei dem seine Facebookfans innerhalb von fünf Wochen bei der Schaffung eines interaktiven Romans mitwirken konnten. Der Autor gab die Rahmenbedingungen und die Anfangssätze des Romans vor und die Fans konnten diesen fortsetzen. Am Ende wurde das Ergebnis als E-Book veröffentlicht. 

Jetzt bist Du dran! 

Eingefleischter Fitzek-Fan oder blutiger Anfänger? Lies hier, welche Bücher von Sebastian Fitzek Du nicht verpassen darfst: 

„Die Therapie“ ist im Juni 2006 als erstes Werk des Autors erschienen und ist bis jetzt das erfolgreichste Buch von Sebastian Fitzek. Der Psychothriller handelt von einem Psychiater, Viktor, dessen Tochter an einer rätselhaften Krankheit leidet und während eines Arztbesuches verschwindet. In der Praxis kann sich erstaunlicherweise niemand mehr daran erinnern, dass das Mädchen jemals dort war. Der Vater zieht sich auf eine Insel zurück, um zu trauern. Jahre später sucht ihn eine Frau auf, die mit Wahnvorstellungen zu kämpfen hat und sich Viktors Hilfe erhofft. In den Wahnvorstellungen der Frau kommt ein kleines Mädchen vor, das genauso wie Viktors Tochter, auf mysteriöse Art und Weise verschwunden ist. Obwohl Viktor seinen Job als Psychiater längst aufgegeben hat, beginnt er mit der Therapie. Der Psychiater sieht Parallelen zwischen dem Mädchen aus den Wahnvorstellungen und seiner Tochter und hofft, das Verschwinden aufklären zu können, indem er mehr von der Frau erfährt.

Auch in „Flugangst 7A“, dem neuesten Roman von Sebastian Fitzek, ist die Hauptfigur, wie es öfter in seinen Romanen der Fall ist, ein Psychiater: Mats Krüger. Mats ist nach dem Krebstod seiner Frau per Schiff nach Argentinien ausgewandert. Als seine Tochter das erste Kind erwartet, tritt er trotz seiner Flugangst die Reise mit dem Flugzeug von Argentinien nach Berlin an, um seine Tochter zu unterstützen. Zwar treten die von Mats gefürchteten Turbulenzen genauso wenig ein, wie ein Terroranschlag, dafür wird er jedoch erpresst: Er erhält einen Anruf von einer Person, die fordert, er solle einen früheren Patienten von ihm, der sich auch an Bord befindet, dazu bringen, das Flugzeug abstürzen zu lassen. Ansonsten würde der Anrufer Mats Tochter töten. Durch den Wechsel der Perspektiven, zwischen Vater und Tochter, baut der Autor Spannung auf.

Im Jahr 2009 erschienen Psychothriller „Splitter“ ist die Hauptfigur ein Streetworker namens Marc, der einen Unfall verschuldet hat, bei dem seine Frau und sein ungeborenes Kind ums Leben gekommen sind. Dabei hat sich ein Splitter in seinen Kopf gebohrt und es gibt keine Möglichkeit, diesen operativ zu entfernen. Marc erfährt von einem neuartigen Experiment, dass sämtliche Erinnerungen löschen kann. Marc will so die schrecklichen Ereignisse aus seinem Gehirn löschen lassen. Also kontaktiert er die Klinik und erfährt bald mehr über das Verfahren. Vor Ort in der Klinik hat Marc dann aber Bedenken und lehnt ab. Wieder zuhause stellt Marc fest, dass seine Schlüssel nicht mehr passen und seine Frau noch lebt, ihn aber nicht mehr erkennt. Seine Identität scheint ausgelöscht zu sein. Er kann sich all das nicht erklären und befürchtet, doch am Experiment teilgenommen zu haben. Also versucht Marc, des Rätsels Lösung zu finden.

In „Der Nachtwandler“, einem Buch aus dem Jahr 2013, erzählt Sebastian Fitzek die Geschichte von Leon Nader, der während seiner Jugend an Schlafstörungen litt. Während er schlafwandelte, verletzte er andere Personen. Jahre später hat Leon seine Schlafstörungen scheinbar im Griff. Er ist mittlerweile Architekt und verheiratet mit seiner Frau Nathalie. Doch dann verschwindet plötzlich seine Frau. Leon wacht eines Tages auf und sieht, wie seine Frau, scheinbar verletzt, die Wohnung verlässt. Schließlich befürchtet er, dass er womöglich doch nicht geheilt ist, und er womöglich wieder schlafwandelt. Also entschließt er sich, eine Kamera auf seinem Kopf zu installieren, um zu sehen, was in den Nächten passiert. Als er sich die Videos später ansieht, ist Leon mehr als nur erstaunt. In seinem Zimmer ist hinter dem Schrank ein Eingang, zu einer versteckten Unterwelt. Leons nächtliches Ich unternimmt regelmäßig Ausflüge in die Dunkelheit. Der Weg führt in ein rätselhaftes Labyrinth.

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