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5 Fakten über die Elternzeit, die Dir noch keiner erzählt hat

Ihr seid schwanger und in ein paar Monaten erblickt Euer kleines Würmchen das Licht der Welt? Bestimmt könnt Ihr Eure Vorfreude gar nicht mehr in Worte fassen und habt Euch schon auf alle Eventualitäten von A-Z vorbereitet. Bestimmt gibt es jedoch ein paar Fakten, die Euch noch keiner erzählt hat.

Wir haben daher für Euch 5 Fakten über die Elternzeit zusammengestellt, die Euch interessieren werden:

1. Der Antrag auf Elternzeit

Viele von Euch wollen nach der Geburt bestimmt so viel Zeit wie möglich mit dem Nachwuchs verbringen. Vom Gesetzgeber aus steht werdenden Müttern und Vätern daher ein Anspruch auf Elternzeit bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des Kindes zu. Durch den Behördendschungel und deren Anträge rund ums Elterngeld und weitere Anspruchsleistungen habt Ihr Euch vermutlich schon gekämpft.

Vergesst aber nicht die Elternzeit bei Euren Arbeitgebern rechtzeitig einzureichen. Hier gilt eine Frist von sieben Wochen. So lange im Voraus müsst Ihr bei Euren Arbeitgebern Elternzeit beantragen.

Im Konkreten lässt sich diese Beantragung noch auf splitten. D.h. Väter, die nach der Geburt des Babys zu Hause bleiben möchten, müssen bis spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bei ihrem Arbeitgeber Elternzeit beantragen. Zugleich ist es erforderlich, anzugeben, wie lange die Auszeit im Rahmen der Elternzeit sein soll.

Viele Firmen haben hierfür schon standardisierte Formulare, mit denen die Elternzeit Dauer mitgeteilt werden kann. Alternativ reicht in der Regel auch eine formlose schriftliche Erklärung.

Die Mütter haben hingegen etwas mehr Zeit: als Termin gilt das Ende der Mutterschutzfrist. D.h. die Elternzeit sollte spätestens in der ersten Lebenswoche des Kindes beantragt werden.

2. Zeitpunkt und Dauer der Elternzeit

Wie Ihr beim Arbeitgeber Elternzeit beantragen könnt bzw. bis wann Ihr das spätestens machen müsst, haben wir nun geklärt. Doch viele von Euch fragen sich sicherlich, ab wann Ihr diese in Anspruch nehmen könnt.

Einen Rechtsanspruch auf Elternzeit haben Mütter und Väter bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres ihres Kindes. Dabei werden beide Eltern vom Gesetz separat betrachtet. Entsprechend könnt Ihr zusammen in Elternzeit gehen, müsst aber nicht.

Ein kleines Manko gibt es allerdings: Viel Spontanität, wann Ihr Elternzeit nehmen wollt, bleibt Euch leider nicht. Vielmehr müsst Ihr den Zeitraum und die Elternzeit Dauer bereits bei der Beantragung festlegen. Nur wer im dritten Jahr des Kindes noch Elternzeit nehmen will, kann dies etwas später festlegen.

Bekommt Ihr während der laufenden Elternzeit noch weiteren Familienzuwachs, dann hat das Bundesarbeitsgericht festgelegt, dass die Auszeit vom Beruf vorzeitig zu beenden ist. Die dadurch gesparte Zeit kann aber an das Ende der zweiten Elternzeit angehängt werden. Vorausgesetzt, es gibt keine wichtigen betrieblichen Gründe, die dem Antrag widersprechen.

Des Weiteren gibt es noch die Option, ein Jahr Elternzeit auf ein späteres Datum zu verschieben, wenn seitens des Arbeitgebers keine triftigen Gründe dagegen sprechen. Folglich können Eltern dann zwischen dem dritten und achten Lebensjahr ihres Kindes zwölf der ihnen zustehenden 36 Monate nehmen.

3. Kündigung und Elternzeit

Wer in Elternzeit geht, möchte diese natürlich genießen können und nicht in Sorge um den Job leben müssen. In diesem Fall könnt Ihr tatsächlich beruhigt sein. Sowohl Mütter als auch Väter haben während der Elternzeit einen besonderen Kündigungsschutz und an diesem ist kaum zu rütteln.

Nach Paragraph 18 des Bundeselterngeldgesetzes dürfe der Arbeitgeber "das Arbeitsverhältnis nicht kündigen ab dem Zeitpunkt, von dem an Elternzeit verlangt worden ist, höchstens jedoch acht Wochen vor Beginn der Elternzeit und während der Elternzeit".

Dieses Gesetz schützt also alle ArbeitnehmerInnen bereits ab dem Zeitpunkt, ab dem Ihr von Eurem Recht auf Elternzeit Gebrauch machen wollt.

Ausnahmen, um sich von dem Kündigungsschutz für Eltern in Elternzeit zu distanzieren, sind nur in besonderen Fällen möglich. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein Betrieb Insolvenz anmelden muss oder schwere Verstöße gegen arbeitsvertragliche Pflichten vorliegen.

Will ein Arbeitnehmer selbst zum Ende der Elternzeit kündigen, gilt eine Sonderkündigungsfrist von drei Monaten.

4. Arbeiten während der Elternzeit

Da sich nicht jeder während der Elternzeit von seinem Job trennen kann, hat der Gesetzgeber auch hierfür Regelungen getroffen.

Grundsätzlich gilt: während der Elternzeit muss niemand arbeiten. Wer allerdings möchte, kann bis zu 30 Stunden pro Woche in seinem Job tätig sein. Voraussetzung hierfür ist, dass der Betrieb mindestens 15 Beschäftige hat und man dort seit Minimum sechs Monaten angestellt ist.

Wer sich letztlich für die Teilzeitarbeit während der Elternzeit entscheidet, hat allerdings mindestens 15 Stunden pro Woche zu arbeiten. Hingegen dürfen die 30 Stunden pro Woche nicht überschritten werden. Zudem ist zu beachten, dass die Reduzierung für mindestens zwei Monate gelten sollte.

Während in Großbetrieben die Teilzeitarbeit in der Regel exakt geregelt ist, besteht auch in kleinen Betrieben unter 15 Beschäftige eine Chance auf eine reduzierte Arbeitsform. Hier gilt es, mit dem Chef zu verhandeln.

Was häufig nicht mitgeteilt wird, aber berücksichtigt werden sollte, ist der Verdienst. Eltern, die noch Elterngeld beziehen, sollten sich genau ausrechnen, ob sich Teilzeitarbeit lohnt. Berechnet werden bei Gutverdienern 65 Prozent der Differenz zwischen dem Verdienst vor der Geburt abzüglich des Nebenverdienstes. Geringverdiener mit weniger als 1000 Euro Nettoeinkommen bekommen weiterhin 67 Prozent der Differenz.

5. Elternzeit – und danach?

Die Geburt Eures Kindes wird definitiv zu den schönsten Ereignissen in Eurem Leben zählen. Dank der Möglichkeit Elternzeit beantragen zu können, müsst Ihr Euch vorerst keine Gedanken um die Karriere machen. Vielmehr könnt Ihr die Zeit als frisch gebackene Eltern genießen und nach der Auszeit wieder in den Job einsteigen.

Soweit die Theorie. In der Praxis ist der Wiedereinstieg allerdings nicht immer so einfach, besonders wenn es nicht an den alten Arbeitsplatz zurückgeht.

Grundsätzlich ist der eigene Job, wie oben erwähnt, während der Elternzeit gesichert. Dennoch ist bei vielen der Wiedereinstieg in den alten Job nicht die erste Wahl. Gründe hierfür können zum Beispiel personelle Veränderungen sein. D.h. während Eurer Elternzeit haben sich vielleicht das Team und somit auch die Arbeitsatmosphäre geändert. Für viele stellt die Elternzeit aber auch eine Zeit der Neuorientierung und Zielsetzung neuer Perspektiven dar.

Entsprechend kann eine Bewerbung nach der Elternzeit Sinn machen. Natürlich kann dieser Schritt auch Risiken mit sich bringen, wenn beispielsweise Eure Belastbarkeit im Job in Frage gestellt wird oder die aktuelle fachliche Kompetenz nach der Auszeit. Davon dürft Ihr Euch aber nicht unterkriegen lassen.

Um solche Hürden bei der Bewerbung nach der Elternzeit vorab schon aus dem Weg zu räumen, könnt Ihr zum Beispiel die Kinder mitsamt Betreuungsform angeben. Dazu seid ihr zwar keineswegs verpflichtet, so könnt Ihr aber Eurem potenziellen Arbeitgeber signalisieren, dass Ihr voll einsatzbereit für den Job seid.

Habt Ihr während der Elternzeit die Möglichkeit an Weiterbildungen teilzunehmen, dann nutzt die Chance und führt diese auch in Eurem Lebenslauf auf. Skeptische Arbeitgeber lassen sich in Eurer Bewerbung nach der Elternzeit so leichter davon überzeugen, dass Ihr Euch trotz Nachwuchs fit gehalten habt.

In Oliver Welters und Michael Gantenbergs neuem Detektivroman „Kalt geht der Wind“ haben Kommissarin Inka und ihr Mann nach klassischen Ansichten Rollen getauscht. Während der Polizist in Elternzeit ist, geht Inka ihrem Job als Kommissarin nach. Ihr aktueller Fall führt Inka nun ins Sauerland, die Heimatregion ihres Mannes: Im Garten des örtlichen Ex-Schützenkönigs wurde nämlich eine Leiche gefunden, deren Augen, Ohren und Mund mit groben Stichen zugenäht sind. Bei ihren Ermittlungen stößt Inka nun auf nervöse Hotelbesitzer und misstrauische Schützenbrüder, die ihr die Arbeit nicht gerade erleichtern. Als Kenner der Region steht ihr jedoch ihr Mann beratend zur Seite und hilft inoffiziell bei den Ermittlungen.

Als jedoch eine weitere, ebenso vernähte Leiche auftaucht, fragt sich Inka: Was bedeutet das? Und wie kann sie die Morde stoppen, bevor es noch ein Opfer gibt?

Alle Antworten auf diese Fragen findet Ihr in Oliver Welters und Michael Gantenbergs Detektivroman „Kalt geht der Wind“.

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